Home
Schule
Studium
Lehre
Berufsorientierungs-LehrerInnen
AMS Jobreporter/innen
AMS Jobreporter/innen
Symbolfoto

Wien, 15.01.2014

Jobreportage 20: Traumberuf, was steckt dahinter?

Als Kind träumt man davon, Popstar, Schauspieler, Cowboy, Prinzessin oder Polizist zu werden, wenn man erwachsen ist. Einerseits sind nicht alle Ideen realistisch und andererseits können nur wenige ihren Traum auch verwirklichen. Auch die Chance, als „Sternchen“ groß rauszukommen, ist extrem gering. Doch es gibt so viele Menschen, die hinter den Kulissen stehen und diese Berufe überhaupt erst möglich machen. Sind das nicht in gewisser Weise auch Traumberufe?

Masken- und Kostümbildner, Licht- und Tontechniker, Regisseur, Manager, Visagist, Stylist – unglaublich viele Berufe drehen sich um diese sogenannten „Traumberufe“. Ich habe ein kurzes Gespräch mit Michael Hausmeister geführt, der beruflich als Tontechniker beim ORF und weiteren Sendern arbeitet. Er nimmt den Ton bei Fernsehaufnehmen auf. Einmal wollte ich etwas über einen Menschen erfahren, an den die meisten Zuschauerinnen und Zuschauer gar nicht denken, wenn sie – wie in diesem Fall – einen Film oder eine Sendung sehen.
Auf meine erste Frage, ob Tontechnik sein Traumberuf ist, antwortete er nach einer Pause mit Nein. Aus hobbymäßigem Interesse ergriff er nach einem anderen Beruf, den des Tontechnikers. Mittlerweile würde er beruflich nichts anderes mehr wollen als das, was er jetzt macht. Er würde aber lieber selbstständig damit werden.

„Ein Privatleben mit Kindern zu führen ist schwierig.“

Vor- und Nachteile des Berufes? „Der größte und einzige Nachteil ist, dass ich zeitlich sehr flexibel sein muss. Ich bekomme am Vortag meine Dienstzeiten für den nächsten Tag, das ist oft sehr schwierig beispielsweise mit Arztterminen. Vorteil ist auf jeden Fall, dass man viele neue Leute kennenlernt, berühmte und nicht berühmte. Es ist in meinen Augen sehr viel Geld, das ich bekomme, aber aufgrund der Arbeitszeiten bin ich eigentlich unterbezahlt. Es ist toll, dass ich oft frei hab. Ich arbeite meistens nur vier Tage in der Woche.“ Er würde den Beruf für ungebundene Menschen ohne Familie auf jeden Fall weiterempfehlen.
Wieso muss man im Rampenlicht stehen, frage ich also mich abschließend, wenn man auch hinter den Kulissen so viel Tolles leisten kann?
 
Zur Autorin:
Lilya, 15 Jahre, Wien



Fotocredit: AMS/Frank Helmrich

<< zurück  -   Übersicht   -  weiter >>
Artikel drucken Artikel per E-Mail versenden
JOBfenster
Jobreporter/innen
Karrierekompass
Clevere Girls
Beruf des Monats