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Symbolfoto Arbeitszimmer

Wien, 10.12.2013

Jobreportage 12: Lehrerinnen und Lehrer sind wieder gefragt

Man hört und liest es überall in den Medien: Es herrscht ein Mangel an Lehrerinnen und Lehrer. Doch aus welchem Grund?

Als Schülerin der Oberstufe eines Gymnasiums fällt es mir immer wieder auf: Es gibt zu wenig Lehrerinnen und Lehrer. Nicht nur an meiner Schule, sondern in ganz Österreich ist dieses Problem zu finden. Ich habe mich ein wenig mit diesem Thema auseinandergesetzt und wollte wissen, wie die Lehrerinnen und Lehrer selbst dazu stehen.

Absolviert man innerhalb der nächsten Jahre ein Lehramtsstudium, hat man es nicht notwendig, sich Gedanken um eine Stelle zu machen. Denn bis 2025 wird die Hälfte der derzeit ca. 120.000 Lehrerinnen und Lehrer in Österreich in Pension bzw. Frühpension gehen. Vor allem Volksschulen sind stark betroffen. Man muss voraussichtlich sogar an Plätzen zulegen, denn es werden immer mehr Schüler und Schülerinnen, die ihre Plätze auf den Schulbänken finden wollen.

"Der Lehrermangel bleibt", so kommentierte Bildungsforscher Klaus Klemm das Thema in einem Interview mit „Die Zeit“ im Jahre 2011. Wie man sieht, behält er leider Recht. Meine Deutsch-Lehrerin Prof. Charlotte Abele auf die Frage, wie es zu ihrer Zeit, als sie diesen Beruf ergriffen hat, um das Thema Lehrermangel stand: „Ich habe 1986 mein Probejahr begonnen, und als ich mein Studium anfing hieß es, ich soll nicht Lehrer werden, denn es gibt zu viele Lehrer. Und erst nach drei, vier Jahren habe ich meine volle Lehrverpflichtung gehabt.“ Also war es doch nicht immer so. Woran liegt es dann? Daran, dass zu wenig Menschen Lehrerinnen und Lehrer werden möchten, oder daran, dass es zu viele neue Schülerinnen und Schüler gibt? Möglicherweise ist es beides, das zusammen so ausschlaggebend wirkt.

Zwischenzeitliche Lösungen
Dieses Jahr hat der Lehrkräftemangel zumindest in Wien ein bisschen abgenommen. Es werden Lehrerinnen und Lehrer eingesetzt, die das Lehramtsstudium noch nicht vollständig abgeschlossen oder verwandte Fächer studiert haben, um gewisse Nischen zu füllen. Mancherorts werden auch Lehrerinnen und Lehrer wieder aus der Pension zurückgeholt.
Ich persönlich könnte es mir gut vorstellen, Lehrerin zu werden, denn die Arbeit mit Kindern kann das Leben um so vieles bereichern. Man sieht, wie sie sich entwickeln und weiterbilden. Natürlich gibt es auch Nachteile. Beispielsweise, dass man zu Hause die Stunden vorbereiten muss, da in der Schule zu wenig Platz dafür ist. Man sollte es sich auf jeden Fall, wie bei jedem anderen Beruf auch, klarerweise gut überlegen, bevor man lange Zeit seines Lebens etwas ausführt, das einem vielleicht gar nicht gefällt.

Abschließend hoffe ich, mit diesem Beitrag ein paar Leute dazu angeregt zu haben, es sich zu überlegen, Lehrerin oder Lehrer zu werden, denn es ist ein vielseitiger Beruf.

Zur Autorin:
Lilya, 15 Jahre, Wien

Fotocredit: AMS/Frank Helmrich

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