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HGA Lehrling Sarah

Salzburg, 10.12.2013

Jobreportage 10: „Meine Lehre macht Spaß“

Seit gut einem Jahr macht Sarah eine Lehre zur Hotel- und Gastgewerbeassistentin, kurz HGA. Sie ist 17 Jahre alt, besuchte ein Gymnasium in Salzburg und eine allgemein bildende höhere Schule am Wolfgangsee und entschied sich in den Sommerferien 2012, eine Lehre anzufangen. „Ich wollte immer etwas mit Gastronomie machen“, erklärt das junge Sprachentalent. „Hier bin ich in Kontakt mit neuen Leuten und kann die sechs Sprachen, die ich spreche, gut einsetzen.“

Schon vor dem Beginn ihrer Lehre half sie als Kellnerin, aus und als sie letztendlich ihre Bewerbungen verschickte, dauerte es nicht lange, bis sie genommen wurde, da in diesem Bereich sehr wenige Lehrlinge nachkommen, obwohl es sicherlich kein Problem wäre, eine Stelle zu finden.

Als HGA Lehrling wird man entweder als Kellnerin/Kellner und Rezeptionistin/Rezeptionist oder als Kellnerin/Kellner, Köchin/Koch und Rezeptionistin/Rezeptionist, was aber seltener vorkommt, ausgebildet.
Zurzeit arbeitet Sarah im „Hotel Restaurant Friesacher“ in Anif bei Salzburg als Kellnerin. Da sie oft bis spät am Abend arbeitet und dann nicht mehr nach Hause kommt, wurde ihr ein Personalzimmer zur Verfügung gestellt, in dem sie übernachten kann.

„Man muss den Beruf wirklich mögen“
„Zu den Arbeitszeiten kann man nur sagen, dass man den Beruf wirklich mögen muss, weil es sonst wahrscheinlich schwierig für einen sein kann. Es gibt Früh- und normale Dienste, jedoch ist beides sehr anstrengend. Wir Lehrlinge kommen am Tag manchmal auf etwa 9 Stunden Arbeit. Manchmal müssen wir sogar so lange bleiben, bis der letzte Gast gegangen ist, was sehr spät sein kann. Aber mehr als 45 Stunden pro Woche dürfen wir Lehrlinge auch nicht arbeiten.“

Sarahs Alltag sieht meistens so aus, dass sie um 10.00 Uhr anfängt und verschiedenste Vorbereitungen für den Tag trifft. Um 11.30 Uhr wird aufgesperrt und bis 15.00 Uhr wird hart gearbeitet. Dann heißt es bis 18.00 Uhr „Pause“ und anschließend geht es noch mal in die Endrunde. Zwei Tage in der Woche hat die junge Kellnerin frei, was jedoch nicht am Wochenende sein muss.

Die Ausbildung zur Hotel- und Gastgewerbeassistentin dauert für Sarah vier Jahre, wobei sie jedes Jahr für zwei Monate die Berufsschule besuchen muss. Im ersten Lehrjahr verdiente sie knappe 600 Euro im Monat, aufgrund des großzügigen Trinkgelds kommt sie dieses Jahr sogar fast auf 900 bis 1000 Euro. Da sie noch zu Hause wohnt, lebt sie hauptsächlich vom Trinkgeld, was bedeutet, dass sie gleichzeitig viel für ihre Zukunft sparen kann.

„Es gibt immer wieder aufs Neue motivierende Momente“
„Mein Beruf ist zwar anstrengend, doch es macht mir Spaß und ich könnte mir nichts anderes vorstellen. Außerdem habe ich das Glück, super Arbeitskollegen zu haben, denn das ist in diesem Bereich sehr wichtig. Wir haben oft viel Stress und da ist es angenehm, nette Leute um sich zu haben.
Meine größte Motivation sind Gäste, die nur von mir bedient werden wollen. Da kommt es dann auch mal vor, dass man mit dem Chef auf den gelungenen Arbeitstag anstößt. Ich mach meinen Beruf kurz gesagt einfach wahnsinnig gerne.“

Zur Autorin:
Laura, 16 Jahre, Salzburg



Fotocredit: AMS/Frank Helmrich

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