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Kammern, 04.12.2013

Jobreportage 4: Damals dies, jetzt das! - Alternative Ausbildungswege

Für viele ist es ja schwer, den richtigen Beruf zu finden. Am besten ist es doch immer, seine Hobbys einbauen zu können. Aber wie gehe ich am besten vor? Ich habe ein paar Menschen interviewt, die einen komplett anderen Beruf gelernt haben, als sie heute ausüben, oder andere, nicht so übliche Ausbildungswege gehen. Herr Pummer zum Beispiel ist ursprünglich gelernter Maurer. Aber da in den vier bis fünf Monaten im Winter, die Maurer keinen Job hatten und nicht bezahlt wurden, sah er sich nach einer anderen Arbeit um und kam zur Polizei. Mit 18 kann man dort zur Aufnahmeprüfung antreten und dann folgen zwei Jahre Grundausbildung. Und dann kann man natürlich (wie in vielen Berufen) immer weiter aufsteigen und zu den verschiedensten Spezialeinheiten wechseln, wie zur Cobra. Und wenn wir ehrlich sind, Polizist ist einer der sichersten Berufe für die Zukunft, die Welt wird immer Polizisten brauchen. Und Herr Pummer hat regelrecht davon geschwärmt, dass es jedes Mal ein Glücksgefühl und unbeschreiblich ist, wenn man einen Fall aufdecken kann. Der Beruf des Polizisten ist in den letzten Jahren auch immer anspruchsvoller geworden. Man muss mit Waffen umgehen können. Man muss sich gut mit Computern auskennen und genau sein für die Spurensicherung! Sozial sein, um mit den Menschen richtig reden zu können, und natürlich (das wahrscheinlich Wichtigste) psychisch belastbar sein.

Alternative Ausbildungswege
Simon (16) lernt gerade Chemielaborant. Eines Tages will er Medizin studieren. Anders als die meisten macht er nicht den üblichen Weg Schule – Matura – Studium – Job. Sondern er arbeitet zuerst und macht dann die Lehre mit Matura um dann Studieren zu können. Ein riesiger Vorteil ist es auf jeden Fall, dass man schon mal Geld verdient. Bei jedem Beruf ist das Gehalt natürlich anders, aber man kann sich immer was zur Seite legen, damit man dann die Kosten fürs Studium bezahlen kann und auch Miete, alles was in diesen Jahren dann eben so zusammen kommt. Außerdem ist man ein Jahr früher fertig als die meisten Maturanten (außer Gymnasiasten). Und was noch anders ist: Bei der Lehre mit Matura lernt man pro Jahr für genau ein Fach. Dieses Jahr zum Beispiel lernt Simon für Deutsch. Im nächsten Jahr für Englisch, im darauffolgenden für Mathematik und dann noch für sein Fachgebiet, wie bei ihm die Chemie (die wahrscheinlich auch ganz hilfreich in der Medizin ist). Auch die Absicherung ist Simon wichtig. Was ist, wenn ihm das Studium oder der Beruf zum Mediziner gar nicht gefällt? Dann hat er immer noch einen ausgelernten Beruf, in den er wieder einsteigen kann.

Mehr als eine Karrierechance
Mein Vater, Thomas Docekal, hat ebenfalls als Chemielaborant begonnen, allerdings nie eine Matura gemacht. Er hat einfach nur die Lehre gemacht, wie viele Jugendliche. Heute ist er Feuerwehrkommandant von Niederösterreich. Es gibt also fast immer einen Weg, Karriere zu machen. Man kann immer mehr aus sich machen. Man braucht auch nicht unbedingt eine höhere Schule und die Matura, man kann auch einfach die Lehre mit Matura machen, in der man ein ganzes Jahr Zeit hat, um sich auf ein bestimmtes Fach zu konzentrieren. Und letztendlich steht man möglicherweise sogar mit mehr da, als ein Maturant.

Zur Autorin:
Denise, 15 Jahre, Kammern/Niederösterreich
Denise geht in die Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW) in Krems. Sie schreibe gern und hat auch schon ein Buch veröffentlicht. Sie möchte später unbedingt etwas mit „Schreiben“ machen.



Fotocredit: AMS/Frank Helmrich

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