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Salzburg, 20.11.2013

Jobreportage 2: Chancen in der Fremde – Praktikum im Ausland!

Viele Studierende nützen die Chance und verbessern ihre Sprachkenntnisse im Ausland. Auch Lehrlinge haben die Möglichkeit auf ein Auslandspraktikum, denn so ein Auslandspraktikum bringt viele Vorteile mit sich – man lernt neue Kulturen kennen, knüpft neue Kontakte, sammelt Arbeitserfahrung uns bekommt Einblick in die Unternehmenskultur eines anderen Landes.

Heutzutage schätzen Unternehmen Flexibilität und gute Sprachkenntnisse. Ich würde ein Praktikum aber nicht nur aufgrund der besseren Berufschancen machen, sondern auch wegen dem Spaßfaktor. Man lernt neue Leute, eine neue Sprache kennen und natürlich auch eine andere Lebensweisen, die von Land zu Land unterschiedlich sind. Mein Tipp: Such dir am besten ein Land aus, das du schon immer mal näher kennenlernen wolltest. Wenn du nicht gerade arbeitest, kannst du deine Freizeit somit nützen, das Land zu erkunden und kennenzulernen. Bei einem Praktikum im Ausland lernt man aber nicht nur das. Die meisten Lehrlinge geben an, dass sie durch das Arbeiten im Ausland selbstbewusster, verantwortungsvoller und selbstständiger geworden sind.

Wie komme ich also zu meinem Praktikum im Ausland?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten an einem Praktikum im Ausland teilzunehmen. Man kann sich eigenständig bei einer Firma im Ausland bewerben und sich selbst um alles kümmern, aber das ist nicht nur aufwändig sondern auch teuer. Es fallen zum Beispiel Visum- und Vermittlungsgebühren an, man muss sich um eine gesundheitliche Vorsorge und Versicherung kümmern. Und auch für Anreise, Transport und Unterkunft sowie Lebenshaltung und Freizeit fallen natürlich Kosten an. Eine Freundin von mir hat sich auf ihren Aufenthalt im Ausland schon eine ganze Weile gefreut und, weil sie unabhängig sein wollte, auch schon sehr lange gespart, um ihn sich leisten zu können. Sie hat sich selbstständig um die Bewerbung gekümmert und sich bei dem Unternehmen in Japan vorgestellt.

Es gibt aber auch viele Förderprogramme, die einem finanziell und organisatorisch helfen. Die wichtigsten sind IFA (www.ifa.or.at) und Leonardo da Vinci (www.grenzenlos-europa.at/leonardo). Diese Förderprogramme bieten Beratung und Unterstützung bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen, geben Hilfestellung bei der Vorbereitung und Organisation des Auslandsaufenthaltes und stellen Fördermitteln für die Dauer des Praktikums bereit. Die Bedingungen der verschiedenen Förderprojekte sind von Projekt zu Projekt unterschiedlich. Bei IFA etwa werden nur unentgeltliche Praktikumsplätze vermittelt.

Welche Voraussetzung gilt es zu erfüllen?
Du musst mindestens 16 Jahre alt sein und über gute Sprachkenntnisse verfügen. Englisch und Grundkenntnisse der Landessprache wären optimal. Je mehr berufliche Erfahrungen du hast desto besser, das erleichtert dir die Suche einer Praktikumsstelle im Ausland. Für deine Bewerbung brauchst du ein Bewerbungs-/Motivationsschreiben, einen Lebenslauf und eine Kurzbeschreibung deines Lehrbetriebs und deines Tätigkeitsbereichs, alles in Deutsch und Englisch. Du musst Ausweis und aktuelle Zeugnisse vorlegen und dein Lehrbetrieb und deine Erziehungsberechtigten müssen mit dem Praktikum einverstanden sein.

Wo komme ich im Ausland unter?
Die Unterkünfte sind oft sehr verschieden. Während die einen bei einer Gastfamilie unterkommen, ziehen die anderen in ein Hotel oder teilen sich oft ein Zimmer mit anderen Praktikantinnen. Sie kommen aber nicht alle aus Österreich, sondern aus verschiedensten Ländern der EU. Ich persönlich ziehe die Gastfamilie einem Hotel vor, da man viel eher mit der Kultur und der Sprache in Kontakt kommt. Anfangs kann sich das vielleicht ein wenig schwierig gestalten und man weiß nie, welche Familie man trifft, aber das ist die Herausforderung. Meine Bekannte hat sich für eine eigene Wohnung entschieden, da sie sich auf niemanden verlassen muss und ihre eigenen Entscheidungen treffen kann. Die Kosten dafür trägt sie selbst. Das nimmt sie für die Eigenständigkeit auch gerne in Kauf.

Eine Erfahrung fürs Leben
Laut einer Studie gaben 88% der Lehrlinge und 65% der Unternehmen an, dass sie einen Nutzen aus einem Auslandspraktikum gezogen haben. Ich persönlich würde auf jeden Fall ein Praktikum im Ausland machen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Ich liebe es, neue Kulturen zu entdecken. Mein Zielland innerhalb Europas wäre London. Hätte ich die Möglichkeit weltweit ein Praktikum zu machen, dann definitiv in Japan oder den USA.

Zur Autorin:

Nicol Makula, 19 Jahre, Salzburg



Fotocredit: AMS / Frank Helmrich

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