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Wien, 11.11.2013

Jobreportage 1: HAS oder HAK – oder beides?

Viele Jugendliche stellen sich alljährlich diese Frage. Sie befinden sich an einem entscheidenden Punkt, der für ihr zukünftiges Leben von Bedeutung ist. Doch welcher Weg ist nun wirklich der richtige? Was unterscheidet die Handelsschule (HAS) von der Handelsakademie (HAK)? Ich gehe derzeit in die 2. Klasse HAS und bin mit meiner Entscheidung sehr zufrieden.

Beide Schulen – HAS und HAK – bilden ihre Schüler/innen im wirtschaftlich-kaufmännischen Bereich aus, bestätigt mir Sandra Safr, Lehrerin meiner Schule, der  HAS Friesgasse im 15. Bezirk in Wien. Die Handelsschule (HAS) ist eine dreijährige berufsbildende mittlere Schule. Man lernt Tätigkeiten, die in modernen Unternehmen gefragt sind wie z. B. Rechnungswesen, Buchhaltung, Betriebswirtschaft oder Informatik, aber auch Sprachen oder naturwissenschaftliche Grundlagen. Es ist also eine sehr praxisorientierte Ausbildung, nach erfolgreicher Abschlussprüfung kann man als Auftragssachbearbeiter/in oder Assistent/in in verschiedenen Geschäftsfeldern wie Verkauf, Vertrieb oder Controlling einsteigen. Wenn man gut im Rechnen ist und gerne mit Zahlen arbeitet, ist man dort meiner Meinung nach sehr gut aufgehoben.

Berufsausbildung und Möglichkeit Matura 
Im Unterschied zur Handelsakademie (HAK) reicht der Abschluss einer Handelsschule aber nicht, um ein Studium beginnen zu dürfen. "Die HAK ist die große Schwester der HAS", erklärt mir Sandra Safr. 90 Prozent der Handelsschüler/innen haben sich daher in den letzten Jahren dazu entschlossen, gleich nach Absolvierung der Handelsschule den HAK-Aufbaulehrgang zu besuchen, um die Matura zu machen. Laut Sandra Safr ist die Handelsschule aber weiterhin sehr beliebt. Eltern und Kinder entscheiden sich bewusst dafür, da man nach nur drei Jahren eine fertige Berufsausbildung in der Tasche hat und die Matura bei Interesse dann im Rahmen des HAK-Aufbaulehrganges immer noch erlangen kann. Das sehe ich genauso und möchte nach der HAS ebenfalls den Aufbaulehrgang zu machen.
 

Bessere Chancen durch Engagement
Sandra Safr beobachtet, dass Schüler/innen, die über berufliche Erfahrung verfügen, sich bei der Jobsuche nach der Handelsschule leichter tun. Sie empfiehlt daher, Praktika im Sommer oder neben der Ausbildung zu machen. Manche Schulen bieten zusätzlich auch noch Freifächer an, die man im Berufsleben gut brauchen kann bzw. die sich im Lebenslauf gut machen, wie etwa Konfliktmanagement. Ich finde es toll, dass man nach dem Aufbaulehrgang alle Wege offen stehen, auch für ein Studium.

Infos über die HAS Friesgasse findest du auf der Website der Schule


Zur Autorin:

Elisabeth, 16 Jahre, Wien



Fotocredit: AMS / Frank Helmrich

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