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September 2018: PhysiotherapeutIn
Haupttätigkeiten:
PhysiotherapeutInnen behandeln Menschen, die an (mit dem Bewegungssystem zusammenhängenden) Schmerzen und Funktionsstörungen leiden. Die physiotherapeutische Behandlung hat das Ziel, die natürlichen Bewegungsabläufe zu erhalten bzw. wiederherzustellen, um den PatientInnen Bewegungs- und Schmerzfreiheit zu ermöglichen. Physiotherapie wird als Therapie und Rehabilitation von ÄrztInnen verordnet und von PhysiotherapeutInnen eigenverantwortlich durchgeführt. Sie wird in Krankenanstalten, Rehabilitationszentren und privaten Praxen angeboten. Im Rahmen der Gesundheitsvorsorge umfasst die Physiotherapie die Gesundheitsberatung und -erziehung sowie vorbeugende Maßnahmen.

PhysiotherapeutInnen arbeiten nach verschiedenen Konzepten und Methoden und setzen entsprechende bewegungstherapeutische Behandlungstechniken ein. Ergänzt werden diese durch Massagen und physikalische Zusatzmaßnahmen wie beispielsweise Thermo-, Elektro- oder Hydrotherapie. PhysiotherapeutInnen arbeiten je nach Einsatzbereich in einem Betreuungsteam mit verschiedenen anderen Fachkräften des Gesundheitswesens zusammen, z.B. mit ÄrztInnen, LogopädInnen, ErgotherapeutInnen, Gesundheits- und Krankenschwestern/-pflegern oder PsychologInnen.

Beschäftigungsmöglichkeiten:
PhysiotherapeutInnen sind in Krankenhäusern, Sanatorien, Rehabilitations- und Therapiezentren, Ambulatorien, Instituten für physikalische Medizin, PensionistInnenwohn- und Pflegeheimen und in Behinderteneinrichtungen beschäftigt. Beschäftigungsmöglichkeiten gibt es auch im Rahmen von Gesundheitsprojekten. Es werden sowohl Voll- als auch Teilzeitstellen angeboten. PhysiotherapeutInnen können ihren Beruf auch freiberuflich ausüben. Freiberufliche PhysiotherapeutInnen arbeiten in Einzel- oder Gemeinschaftspraxen, sind als mobile PhysiotherapeutInnen unterwegs oder üben ihre selbstständige Tätigkeit in einer ärztlichen Ordination aus. Einsatzmöglichkeiten für eine freiberufliche Tätigkeit bieten auch Sportvereine und Fitnesscenter, Kindergärten und Schulen sowie verschiedene Anbieter von gesundheitsfördernden Maßnahmen, von Vereinen über Gemeinden bis hin zu Wellnesshotels.

Arbeitsmarktsituation:
PhysiotherapeutInnen können mit sehr guten beruflichen Aussichten rechnen. In Zukunft ist zu erwarten, dass die Nachfrage in den Bereichen Interne Medizin, Neurologie, Kinderheilkunde und Unfallchirurgie weiter steigen wird.

Einkommen:
Durchschnittliches Einstiegsgehalt: von 2300,-- bis 2550,-- Euro brutto pro Monat.

Arbeitsumfeld:
Hohe Eigenverantwortung, schweres Heben, ständiger KundInnenkontakt.

Fachliche und persönliche Anforderungen:

An Fachqualifikationen für diesen Beruf benötigst du Wissen zur Gesundheitsförderung (z.B. Erstellung von Bewegungsplänen) sowie Kenntnisse in Sozialarbeit und -pädagogik . Die Betreuung von pflegebedürftigen Menschen benötigt je nach Schwerpunkt verschiedene physiologische/pädagogische Kenntnisse, wie z.B. Massage-Kenntnisse, medizinische Grundkenntnisse sowie pädagogisches Wissen (z.B. Heilpädagogik) oder physiotherapeutische Kenntnisse (z.B. Chirotherapie, Elektrotherapie, Heilgymnastik, Rehabilitation, Wärmebehandlungen usw.).

Die persönlichen Anforderungen liegen in der Freude am Umgang mit Menschen, Interesse an medizinischen und sozialen Themen sowie der Freude an der Bewegung. Weiters solltest du gute motorische Koordination und Beweglichkeit, Einfühlungsvermögen, Beobachtungsgabe, Geduld, soziale Kompetenz, Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit körperliche sowie psychische Belastbarkeit, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Vertrauenswürdigkeit, Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten als auch die Bereitschaft zur Fort- und Weiterbildung mitbringen.

Unser Tipp zu deiner Ausbildung:

PhysiotherapeutIn ist ein akademischer Gesundheitsberuf. Die Ausbildung ist gesetzlich geregelt und erfolgt an Fachhochschulen in der Studienrichtung Physiotherapie mit einer Dauer von 3 Jahren (6 Semester). Zulassungsvoraussetzung ist die Reifeprüfung (auch Studienberechtigungsprüfung (für Medizin) oder Berufsreifeprüfung) oder eine abgeschlossene Berufsausbildung in der Krankenpflege (Krankenpflegediplom) bzw. als Medizinisch-Technische Fachkraft (MTF). Das Studium umfasst theoretische und praktische Lehrveranstaltungen an der Fachhochschule sowie verschiedene Praktika, in denen die Studierenden unter Aufsicht von PhysiotherapeutInnen direkt mit den PatientInnen arbeiten und schließt mit einer Bachelorprüfung ab (akademischer Titel: Bachelor of Science, kurz BSc).

Nach Abschluss des Bachelor-Studiums kann ein Masterstudium absolviert werden, z.B. der Universitätslehrgang „Sports Physiotherapy“ an der Universität Salzburg, der Universitätslehrgang „Master of Science in Kardiorespiratorischer Physiotherapie“ an der Medizinischen Universität Graz oder der Masterlehrgang „Musculoskeletal Physiotherapy“ an der Donau Universität Krems.

Um in diesem Beruf erfolgreich zu bleiben, haben PhysiotherapeutInnen die gesetzliche Verpflichtung innerhalb von jeweils 5 Jahren Fortbildungen im Umfang von mindestens 40 Stunden zu absolvieren. Der Berufsverband, DienstgeberInnen (z.B. Krankenhäuser), öffentliche und private Einrichtungen der (medizinischen) Fort- und Weiterbildung sowie Universitäten und Fachhochschulen bieten entsprechende Kurse, Lehrgänge und Sonderausbildungen zur Fort- und Weiterbildung an.

Du hast Lust auf diesen Beruf bekommen und möchtest einen Einblick in die Arbeit der PhysiotherapeutInnen erhalten? Dann schau’ dir einmal die folgenden Berufsvideos an, um dir einen besseren Einblick zu verschaffen:
PhysiotherapeutIn 1
PhysiotherapeutIn 2
Medizinisch-technische Berufe

Wichtige Informationen zu diesem Beruf bietet auch der Bundesverband der PhysiotherapeutInnen Österreichs.

Hast du noch Fragen oder interessierst du dich für einen anderen Beruf?
Dann schau einfach in das große AMS-Berufslexikon.

 

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