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November 2017: ControllerIn
Haupttätigkeit:
Controlling ist organisatorisch in der Unternehmensführung angesiedelt, wobei ControllerInnen selbst keine Führungsentscheidungen treffen. ControllerInnen beraten und unterstützen das Management.

Man unterscheidet zwischen operativem und strategischem Controlling. Operatives Controlling beinhaltet Maßnahmen, die aus kurz- und mittelfristiger Sicht eine Steuerung der Unternehmensgewinne ermöglichen. Es soll vor allem dazu dienen, Erfolgsengpässe zu erkennen und zu beseitigen. Im Rahmen des operativen Controlling vergleichen ManagerInnen die in den verschiedenen Arbeitsbereichen des Unternehmens erreichten Ergebnisse (Ist-Größen) mit den in der betrieblichen Planung vorgesehenen Zielgrößen (Soll-Größen) und versuchen Gründe für allfällige Abweichungen zu analysieren. Controller im operativen Controlling sorgen für eine ordnungsgemäße und exakte Erfassung betrieblicher Vorgänge und Resultate und gestalten den Aufbau und die Organisation des Rechnungswesens entsprechend den jeweiligen betrieblichen Erfordernissen.

Strategisches Controlling ermöglicht eine Einschätzung der spezifischen Stärken und Schwächen des Unternehmens (im Vergleich zu Mitbewerbern). Darauf aufbauend unterstützt strategisches Controlling die Entwicklung neuer Strategien und versucht diese Strategien in die operative Planung umzusetzen. Strategisches Controlling ist ein Management-Konzept und beinhaltet auch Konzepte für korrigierende Maßnahmen (die als Vorschläge der Geschäftsführung vorgelegt werden).

Controlling ist das Managementinstrument des betrieblichen Rechnungswesens: Controlling soll dafür Sorge tragen, dass Unternehmen ihre Ziele nicht aus den Augen verlieren. Controlling soll Transparenz und Orientierung, insbesondere in schwierigen wirtschaftlichen Situationen ermöglichen. Das betriebliche Rechnungswesen umfasst verschiedene Verfahren zur systematischen Erfassung und Auswertung aller in Zahlen fassbaren Beziehungen und Vorgänge in Unternehmen für die Zwecke der Planung und Steuerung und Kontrolle des betrieblichen Geschehens. Dazu gehören vor allem Buchhaltung, Kostenrechnung, Personalverrechnung, Kalkulation usw. ControllerInnen wirken bei der Budget-Kalkulation, bei der Erstellung der Unternehmensziele und der strategischen Unternehmensplanung sowie bei allen Maßnahmen zur Sicherstellung des innerbetrieblichen Informationsflusses und der Einhaltung der Ergebnisziele und Kostenpläne mit.

Beschäftigungsmöglichkeiten:
Berufstätige dieses Berufsbereiches finden in allen Bereichen der Wirtschaft und Verwaltung (Gewerbe, Industrie, Handel, Produktion, Dienstleistungen, Bank- und Finanzwesen, öffentlicher Dienst, große Non-Profit-Organisationen) Beschäftigung. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten insbesondere Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen.

Einkommen:
Durchschnittliches Einstiegsgehalt  ab Euro 2300 bis 2970 brutto pro Monat. Je nach Ausbildungsniveau sind große Unterschiede beim Einstiegsgehalt möglich: Höhere Schulen von EUR 2300 bis EUR 2550; Uni/FH von EUR 2680 bis EUR 2970.

Arbeitsumfeld:
Arbeit unter hohem Zeitdruck, hohe Eigenverantwortung, hohe psychische Beanspruchung, Stressbelastung, ständige Bildschirmarbeit

Fachliche und persönliche Anforderungen:
Einerseits werden Fachqualifikationen vorausgesetzt. Dazu gehören z.B. Kenntnisse in Betriebswirtschaft (insbesondere Finanzwirtschaft, Berichtswesen, Kalkulation) und berufsspezifischen Rechtsgrundlagen, im Rechnungswesen (insbesondere Controlling und Finanzplanung), in externer Rechnungslegung (Buchhaltung, Bilanzierung), im Internen Rechnungswesen (Kostenrechnung).
Andererseits brauchen ControllerInnen überfachliche Kompetenzen, wie etwa Zahlenverständnis, Problemlösungsfähigkeit, logisch-analytisches Denkvermögen, selbständige, konsequente und zielorientierte Arbeitsweise, sehr gute Englischkenntnisse (vor allem Wirtschaftsenglisch), Diskretion, Kontaktfähigkeit und Kommunikationsstärke, wie etwa die Fähigkeit, Informationen zielgruppengerecht aufzubereiten (Präsentation und plausible Erklärung der Analysergebnisse etc.).

Unumgänglich sind auch gute Softwarekenntnisse, wie etwa in Büro-Software (vor allem MS Office, insbesondere Excel), betriebswirtschaftlicher Software (z.B. Hyperion, SAP) und Datenbanksystemen (z.B. MS Access, Oracle).

Unser Tipp:

Ausbildungsmöglichkeiten für dich gibt es beispielsweise hier:

  • Höhere Lehranstalten: z.B. Handelsakademie - Ausbildungsschwerpunkt Controlling und Jahresabschluss, Fachrichtung Management, Controlling und Bilanzierung oder Fachrichtung Unternehmensführung und betriebliche Informationswirtschaft
  • Fachhochschul-Studiengänge: z.B. Bank- und Finanzwirtschaft; Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement; Finanz-, Rechnungs- & Steuerwesen; Internationales Finanzmanagement und Controlling, Rechnungswesen & Controlling
  • Universitätsstudien: z.B. Wirtschaftswissenschaftliche Studienrichtungen, z.B. Betriebswirtschaft oder Internationale Betriebswirtschaft, Rechtswissenschaften
  • Spezielle Ausbildungslehrgänge: z.B. facheinschlägige Weiterbildung Controlling (z.B. Österreichisches Controllerinstitut), Facheinschlägiges Kursangebot an Weiterbildungseinrichtungen wie WIFI oder bfi

Du hast Lust auf diesen Beruf bekommen und möchtest noch einen tieferen Einblick haben? Dann schau' dir mal dieses Berufsvideo an.

Hast du noch Fragen oder interessierst du dich für einen anderen Traumberuf? Dann schau einfach mal ins AMS-Berufslexikon.

 

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