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April 2017: Sicherheitsorgan
Haupttätigkeit:
Sicherheitsorgane führen Bewachungs- und Sicherheitstätigkeiten, beispielsweise in Industrie- und Gewerbeunternehmen, Museen, Banken oder Einkaufszentren sowie bei Großveranstaltungen durch. Das sind z.B. Ordner- und Kontrolldienste als Standposten (auch mittels Monitorüberwachung) und Fahrtdienst. Dabei beobachten und kontrollieren sie Gebäude, Veranstaltungen und Personen. Bei größeren Menschenansammlungen, wie etwa auf Flughäfen, werden sie auch zum Erteilen von Auskünften und zur Unterstützung, z.B. beim Check-In, eingesetzt. Als Empfangs- und Anmeldungspersonal in Betrieben sind sie ebenfalls tätig. Sicherheitsorgane unternehmen z.B. Kontrollgänge und -fahrten, überprüfen, ob Alarmanlagen und Überwachungskameras funktionieren, bedienen Schrankenanlagen oder beobachten Vorgänge über Monitore. Bei besonderen Vorkommnissen verständigen sie sofort ihre Dienststelle, mit der sie über Funk verbunden sind. Personenschützer bzw. Bodyguards schützen Personen oder Liegenschaften. Vorbeugende Sicherheitsmaßnahmen stehen dabei immer im Vordergrund. Wenn sie Personen mit dem Auto eskortieren, inspizieren sie vorher eingehend die Strecke, um potentielle Gefahrenquellen zu entdecken. Oder sie erarbeiten alternative Routen für tagtägliche Fahrten. Ebenso schirmen sie berühmte KünstlerInnen oder SportlerInnen vor zudringlichen Fans hermetisch ab.

 

Beschäftigungsmöglichkeiten:
Sicherheitsorgane arbeiten einerseits vor allem bei privaten Arbeitgebern, wie etwa Bewachungsfirmen und größeren Betrieben, bei Detektivbüros und Geldtransportunternehmen und andererseits auch im öffentlichen Dienst, wo spezielle Zugangsvoraussetzungen bestehen. Vielfach haben öffentliche Körperschaften oder Verkehrsunternehmen private Sicherheitsfirmen unter Vertrag, um bestimmte Aufgaben, wie etwa Flughafen- oder Bahnhofssicherheitsdienst bzw. Pakraumbewirtschaftung oder Fahrscheinkontrolle zu unternehmen.

Arbeitsmarktsituation (privates Sicherheitsgewerbe):
Das private Sicherheitsgewerbe befindet sich seit etlichen Jahren im Aufschwung. Das wachsende Sicherheitsbedürfnis sowie die Auslagerung von Sicherheitsaufgaben aus dem öffentlichen Bereich führten zu einem Anstieg der Beschäftigung.

In den letzten Jahren hat sowohl die Anzahl der Sicherheitsfirmen als auch die Anzahl der dort Beschäftigten zugenommen. Ein Grund für diese positive Entwicklung liegt in der Privatisierung öffentlicher Sicherheitsdienstleistungen. So werden beispielsweise die Durchführung von Passagier- und Gepäckkontrollen an Flughäfen, die Kurzparkzonenüberwachung oder die Mautkontrolle im LKW-Bereich von privaten Sicherheitsunternehmen durchgeführt. Das private Sicherheitsgewerbe ergänzt die öffentliche Sicherheit in steigendem Ausmaß.

Weitere Ursachen für die steigende Nachfrage nach privaten Sicherheitsdienstleistungen sind das erhöhte Sicherheits- und Überwachungsbedürfnis sowie das erhöhte Sicherheitsbewusstsein von Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Einzelpersonen. Kaufhäuser und Privatunternehmen, wie etwa Banken und Juweliere, machen vermehrt Gebrauch von privaten Sicherheits- und Wachdiensten.

Aber auch der Staat beschäftigt privates Sicherheitspersonal, beispielsweise zur Überwachung von Bundesministerien oder Gerichtseingängen. Eine große Nachfrage wird weiters bei Alarm- und Videoüberwachungsanlagen, die mit privaten Notruf-Zentralen verbunden sind, verzeichnet. Stark im Kommen ist zudem der Veranstaltungsschutz – die nachgefragten Leistungen in diesem Bereich reichen von Ordnerdiensten, Einlasskontrollen, Parkplatzbetreuung bis hin zur professionellen Betreuung von VIP-Bereichen.

Die Sicherheitsbranche gilt mit einem Frauenanteil von rund 25 % als Männerdomäne. Frauen sind jedoch in vielen Bereichen sehr gefragt, v.a. beim Empfang, bei Museumsdiensten und im Bereich der Personenkontrolle an Flughäfen und bei Großveranstaltungen.

Einkommen:
Das durchschnittliche Einstiegsgehalt beträgt etwa ab 1750 bis 1950 Euro brutto pro Monat.

Arbeitsumfeld:
Außenarbeit, Nachtarbeit, sehr unregelmäßige Arbeitszeiten, ständiges Gehen, teilweise hohe Eigenverantwortung

Fachliche und persönliche Anforderungen:
Unbescholtenheit und Zuverlässigkeit sind wesentliche Voraussetzungen für Beschäftigte in diesem Berufsfeld. Aufgrund der vermehrten Nachfrage von Sicherheitsdienstleistungen mit umfassendem Serviceangebot haben sich die Aufgaben vom reinen Überwachen auf Zusatzdienste, wie Hilfe bei technischen Störungen, Erste-Hilfe-Leistungen, Feuerbekämpfung etc. ausgedehnt. Mit diesen Veränderungen sind die Anforderungen an das Sicherheitspersonal gestiegen.

Durch die Verlagerung von reinen Sicherheitsaufgaben zu Sicherheitsdienstleistungen gewinnen kommunikative und diplomatische Fähigkeiten sowie ein gutes Auftreten und gute Umgangsformen zunehmend an Bedeutung. Aufgrund der Einsätze in sensiblen Bereichen sind Kenntnisse im Bereich Konfliktmanagement und Problemlösungskompetenzen, d.h. die Fähigkeit zu strategischem und ganzheitlichem Denken, unumgänglich. Beschäftigte in diesem Berufsfeld sollten zudem über ein hohes Maß an Frustrationstoleranz verfügen.

Da Überwachungsaufgaben häufig in der Nacht und teilweise unter schwierigen Bedingungen zu leisten sind, stellen körperliche und psychische Belastbarkeit wichtige Qualifikationsanforderungen dar. Außerdem muss die Bereitschaft, in der Nacht und am Wochenende zu arbeiten, mitgebracht werden. Flexibilität und Reisebereitschaft werden in diesem Berufsfeld ebenfalls vorausgesetzt.
Sicherheitsüberwachungskenntnisse, die sowohl Objekt- als auch Personenschutz umfassen, sowie Kenntnisse berufsspezifischer Rechtsgrundlagen sind Teil der fachlichen Anforderungen an Sicherheitsorgane und DetektivInnen. Eine gute Reaktionsfähigkeit, Beobachtungsgabe und Ausdauer sind ebenfalls von großer Bedeutung. Fremdsprachenkenntnisse sind gefragte Zusatzqualifikationen, da private Sicherheitsdienstleitungen auch bei Veranstaltungen und für die Bewachung von Botschaften oder Konferenzzentren immer mehr nachgefragt werden. Ebenso sind im gesamten Berufsfeld Erste-Hilfe- und Brandschutzkenntnisse vorteilhaft.

Unser Tipp:

Ausbildungen beim Bundesheer können als Einstiegsqualifikation in den Sicherheitsbereich dienen. Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten u.a. private Ausbildungseinrichtungen für Sicherheitsdienst, Personenschutz / Bodyguards und Detektive, die meist von Sicherheitsunternehmen bzw. Detekteien betrieben werden, aber auch große Weiterbildungseinrichtungen (wie etwa WIFI):

  • Sicherheitsdienst / Security - Basisausbildung und Spezialseminare
  • Aus- und Weiterbildung für Personenschutz und Bodyguard
  • Berufsdetektivausbildung

Informationen zu Aus- und Weiterbildungen bietet auch der AMS-Ausbildungskompass.

Verwandte Berufe bzw. andere Bezeichnungen für diesen Beruf sind beispielsweise BerufssoldatIn – UnteroffizierIn, Bodyguard (LeibwächterIn), DetektivIn, PolizistIn, QualifizierteR Sicherheits-OrdnerIn, AufseherIn, BewacherIn, Guard (m/w), Schutz- und Sicherheits(fach)kraft, Security-Experte/Expertin, Security-MitarbeiterIn, Sicherheits- und Bewachungsfachkraft, SicherheitsbeauftragteR, Sicherheits(fach)kraft, Wachmann/Wachfrau, Wachorgan u.ä.

Du hast Lust auf diesen Beruf bekommen und möchtest einen Einblick in die Tätigkeiten bekommen? Dann schau dir mal dieses Video an.

Hast du noch Fragen oder interessierst du dich für einen anderen Traumberuf?
Dann schau einfach mal ins AMS-Berufsinformationssystem oder ins große AMS-Berufslexikon.

 

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