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Beruf des Monats
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Februar 2017: VolksschullehrerIn
Haupttätigkeit:
VolkschullehrerInnen, auch GrundschullehrerIn oder LehrerIn für die Primarstufe genannt, unterrichten Kinder zwischen der ersten und vierten Schulstufe. Neben dem Unterricht in den Grundlagenfächern nimmt die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und individueller Begabungen eine wichtige Stellung ein. Die Gestaltung eines altersgemäßen Unterrichts stellt hohe Anforderungen an die pädagogische Kompetenz der VolkschullehrerInnen. Neben dem Abhalten des Unterrichts zählen die Unterrichtsvorbereitung, die Beurteilung der SchülerInnen sowie auch administrative Tätigkeiten zum Aufgabenfeld von VolksschullehrerInnen.

LehrerInnen an Volksschulen vermitteln die Grundtechniken der Kultur (Lesen, Schreiben und Rechnen). Außerdem werden soziale Kompetenzen zu einer zunehmend wichtigen Querschnittsmaterie im Unterricht (z.B. Diskussionsregeln lernen, Empathie und Rücksichtnahme, Kennenlernen und Akzeptanz anderer Kulturen). Mitunter werden diese Zielsetzungen auf Schulveranstaltungen vertieft (z.B. Ausflug, Theater- oder Museumsbesuch).

VolksschullehrerInnen unterrichten alleine (oder im Team gemeinsam mit SonderschullehrerInnen in sogenannten Integrationsklassen) das gesamte Unterrichtsspektrum, sind also nicht auf ein oder zwei Unterrichtsgegenstände spezialisiert. Die Ausbildung von VolksschullehrerInnen ist sehr breit gefächert und enthält neben den klassischen Unterrichtsgegenständen auch künstlerische Fertigkeiten (z.B. Gitarre, Werken) und sportliche Fähigkeiten (z.B. Skifahren, Schwimmen). Wesentlicher Inhalt des Studiums ist das Erlernen von Techniken zur methodischen und didaktischen Umsetzung der jeweiligen Lerninhalte.

Beschäftigungsmöglichkeiten:
VolksschullehrerInnen sind in der Regel in öffentlichen oder privaten Volksschulen angestellt. In der Anfangsphase der Berufstätigkeit sind befristete Verträge häufig. Schulwechsel gehören zum Alltag des Berufseinstiegs. Ausweichmöglichkeiten sind die schulische Nachmittagsbetreuung sowie verschiedene Erziehertätigkeiten in Tagesschulheimen, Horten oder Internaten.
In den letzten Jahren war wegen des Geburtenrückgangs die Zahl der VolksschülerInnen rückläufig; dadurch nahm auch die Zahl der VolksschullehrerInnen ab. Etwas gemildert wurde dieser Trend durch die Verringerung der Klassengrößen. Da aber wegen des hohen Anteils älterer PädagogInnen in den nächsten Jahren viele LehrerInnen in Pension gehen werden, können AbsolventInnen auf absehbare Zeit mit guten Jobchancen rechnen. Auch die verstärkte Zuwanderung, unter anderem durch Asylsuchende bzw. Flüchtlinge, führt vor allem in Städten zu verstärktem Bedarf.

Einkommen:
Durchschnittliches Einstiegsgehalt ab 2.120 bis 2.360 Euro brutto pro Monat

Arbeitsumfeld:
Hohe Eigenverantwortung, Umgang mit Kindern, Vortragstätigkeit

Persönliche Anforderungen:
Breit gestreutes Interessenspektrum (Mathematik, Naturwissenschaften, Sprachen, Kunst, Musik, Sport, Soziales), Geduld, hohe Toleranzgrenze, sprachliche Kompetenz, Teamfähigkeit, Lern- und Fortbildungsbereitschaft, psychische und physische Belastbarkeit (letzteres insbesondere für den Umgang mit SchülerInnen mit körperlicher Behinderung), ausgeprägtes soziales Engagement, Fähigkeit, andere zu motivieren, Organisationsfähigkeit, didaktisches und pädagogisches Interesse und Know-how, Konfliktlösungsfähigkeit, Kreativität.

Fachliche und überfachliche Qualifikationen und Kompetenzen:
Pädagogische Methoden, Didaktik, EDV-Anwendungskenntnisse (insbesondere Internet, Office-Programme), Erste-Hilfe-Kenntnisse, berufsspezifisches Recht, stilsicheres Deutsch, sichere Rechtschreibung, Englisch-Kenntnisse (Englischunterricht in der Volksschule), interkulturelle Kompetenz (Integration von Kindern aus Familien mit Flucht- bzw. Migrationshintergrund aus verschiedenen Kulturkreisen), Beobachtungsgabe, Begeisterungsfähigkeit und Humor, Einfühlungsvermögen, Freundlichkeit, Kontaktfreude und Hilfsbereitschaft, Einsatzbereitschaft und Flexibilität

Unser Tipp:
Lehramtsstudien für die Primarstufe sind seit dem 1. Oktober 2015 als Bachelorstudium (8 Semester) mit einem aufbauenden Masterstudium (direkt anschließend 2-3 Semester oder berufsbegleitend innerhalb von 5 Jahren nach dem Bachelor) zu absolvieren. Ab dem Bachelorabschluss darf man schon unterrichten (meist mit befristetem Arbeitsvertrag). Das Studium bietet ein breites Angebot von Schwerpunkten (z.B. inklusive Pädagogik, sprachliche Bildung, naturwissenschaftliche Bildung etc.).

Weitere Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es beispielsweise hier:

  • Pädagogische Hochschule:
    - Lehramtsstudium für Volksschulen
    - Lehrgänge an Pädagogischen Hochschulen
    - Masterstudien und Hochschullehrgänge an Pädagogischen Hochschulen
    Im Pflichtschulbereich bieten Pädagogische Hochschulen zahlreiche Zusatzqualifikationen und -ausbildungen – meist in Seminarform – an (z.B. Montessoripädagogik, individuelles Lesen- und Schreiben Lernen, TurnlehrerIn, EnglischlehrerIn, Schwerpunkt bildnerisches Gestalten). Die Ausbildung zur/zum SprachheillehrerIn (vgl. Logopäde/-in) ist ebenfalls möglich.
  • Spezielle Aus- und Weiterbildungslehrgänge:
    - Aus- und Weiterbildungen - Behindertenbetreuung und -pädagogik (z.B. bfi, div. Anbieter)
    - Aus- und Weiterbildungen - Bildungsmanagement (div. Anbieter)
    - Aus- und Weiterbildungen - Pädagogik (z.B. WIFI, bfi, div. Anbieter)
    - Ausbildung für Horterziehung (diverse Anbieter)
    - Interkulturelle Pädagogik (verschiedene Anbieter)

Du hast Lust auf diesen Beruf bekommen und möchtest einen Einblick in die Tätigkeiten von VolksschullehrerInnen bekommen? Dann schau dir mal dieses Berufsvideo an.

Hast du noch Fragen oder interessierst du dich für einen anderen Traumberuf?
Dann schau einfach mal ins ins AMS-Berufslexikon.

 

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