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Beruf des Monats
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November 2016: MechatronikerIn
Haupttätigkeit:
Der Begriff "Mechatronik" setzt sich aus den Begriffen "Mechanik" und "Elektronik" zusammen und bezeichnet alle technischen Systeme, die in Maschinen/Geräten eine Verbindung zwischen programmierbaren elektronischen Steuer- und Kontrollelementen und mechanischen Teilen herstellen. Mechatronische Systeme spielen im heutigen Maschinen-, Anlagen- und Gerätebau eine grundlegende Rolle.

 

MechatronikerInnen arbeiten in der Herstellung, Montage und Instandhaltung dieser Systeme. Sie stellen mechatronische Teile her, bearbeiten sie, bauen mechatronische Baugruppen zusammen und stimmen sie aufeinander ab. Sie beherrschen die mechanische Bearbeitung von Werkstücken aus Metall oder Kunststoff (Feilen, Bohren, Gewinde schneiden usw.), das Verbinden mechanischer Teile (Schrauben, Löten usw.), die Montage / Demontage der Maschinenelemente (Federn, Stifte, Lager, Kupplung, Schrauben, Dichtungen usw.) und die Einrichtung der hydraulischen und pneumatischen Steuerelemente (Kraftübertragung mittels Flüssigkeiten und Druckluft).

Auch besitzen sie genaue Kenntnisse und Fertigkeiten auf den Gebieten der Elektrotechnik, der Elektronik, der Analog- und Digitaltechnik, der Steuerungs- und Regelungstechnik, der Mess- und Sensortechnik sowie der Mikrocomputersysteme. Sie verlegen und montieren die erforderlichen elektrischen Leitungen und Kabel, bauen die mechatronischen Bauelemente ein (Zusammenbau, Verdrahtung, Einstellung und Prüfung) und sorgen für die Instandhaltung / Wartung / Reparatur der mechatronischen Bauteile und Baugruppen.

Weitere wichtige Aufgaben im Rahmen dieser Tätigkeiten sind das Lesen und Anfertigen von technischen Unterlagen (Skizzen, Zeichnungen, Schaltpläne, Bedienungsanleitungen), die Qualitätskontrolle und die Einhaltung der Schutzmaßnahmen und Sicherheitsregeln.

HINWEIS: Der Lehrberuf „MechatronikerIn“ kann mit folgenden 6 Hauptmodulen (Spezialisierungen) erlernt werden:

  • Alternative Antriebstechnik (z.B. Hybridantriebe - eine Kombination von Elektroantrieb und Benzin-/Dieselantrieb)
  • Automatisierungstechnik
  • Büro- und EDV-Systemtechnik
  • Elektromaschinentechnik
  • Fertigungstechnik
  • Medizingerätetechnik

Beschäftigungsmöglichkeiten:
MechatronikerInnen arbeiten hauptsächlich in der Herstellung, Montage, Wartung und Reparatur mechatronischer Geräte, Maschinen und Anlagen (Gewerbe- und Industriebetriebe der Bereiche Maschinenbau und Elektro/Elektronik). Sie werden aber auch in Unternehmen beschäftigt, die solche Maschinen/Anlagen einsetzen, und sind hier vor allem für die laufende Umrüstung/Anpassung der Maschinen/Anlagen für neue Anwendungserfordernisse sowie für die Wartungs- und Reparaturarbeiten zuständig.

Die Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in diesem Lehrberuf sind gut, da die Bedeutung der Mechatronik ständig zunimmt. Zu bedenken ist allerdings eine gewisse Konkurrenz seitens der AbsolventInnen anderer Lehrberufe mit ähnlichen Ausbildungsinhalten (z.B. verwandte Lehrberufe), aber auch seitens der AbsolventInnen einschlägiger Fachrichtungen berufsbildender Schulen.

Einkommen:
Das durchschnittliche Einstiegsgehalt für LehrabsolventInnen in diesem Lehrberuf liegt zwischen 1.960,-- und 2.200,-- Euro brutto pro Monat.

Arbeitsbelastungen:
Außendienst, hohe Eigenverantwortung, auswärtige Montageaufenthalte (auch Ausland).

Fachliche und persönliche Anforderungen:
An Fachqualifikationen wird bspw. folgendes benötigt: Automatisierungstechnik (Prozessleittechnik - Programmierung und Wartung von elektronischen Prozessleitsystemen, Robotik), Betriebssystem-Kenntnisse, CAD-Kenntnisse, Elektromechanik-Kenntnisse (Mechatronik, Zerlegen und Zusammenbauen von elektromechanischen Maschinen und Geräten), Elektronik- und Elektrotechnik-Kenntnisse (Digitaltechnik - Digitale Signalverarbeitung), Maschinenbau-Kenntnisse, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik (Steuerungs- und Regelungstechnik), Programmiersprachen-Kenntnisse (Maschinenprogrammierung).

Überfachliche Qualifikationen, die du in diesen Beruf mitbringen solltest, sind bspw. analytische Fähigkeiten, Einsatzbereitschaft, Problemlösungsfähigkeit (innovatives Denken).

Unser Tipp:

Die Lehrausbildung zum Lehrberuf "Mechatronikerin" erfolgt im Lehrbetrieb und in der Berufsschule. Die Berufsschulen für diesen Lehrberuf sind in Burgenland (Mattersburg, Oberwart), Kärnten (Villach), Niederösterreich (Amstetten), Oberösterreich (Linz), Salzburg (Stadt Salzburg), Steiermark (Eibiswald), Tirol (Kufstein), Vorarlberg (Bludenz) und Wien (Berufsschule für Elektrotechnik und Mechatronik; Berufsschule für Metalltechnik, Glasbautechnik und Technische Zeichner).

Als Alternative zum Lehrberuf kommen folgende Schulausbildungen (Fachschulen, Höhere Schulen) in Frage:

  • Fachschule oder HTL für Mechatronik
  • Fachschule oder HTL für Maschinenbau
  • Fachschule oder HTL für Elektrotechnik

Du hast Lust auf diesen Beruf bekommen und möchtest einen Einblick in die Arbeit der MechatronikerInnen erhalten? Dann schau dir dieses Berufsvideo an.

Das aktuelle Lehrstellenangebot zu diesem Lehrberuf findest du wie gewohnt im AMS eJob-Room.

Hast du noch Fragen oder interessierst du dich für einen anderen Beruf?
Dann schau einfach in das AMS-Berufslexikon.

 

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