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Beruf des Monats
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September 2016: Hotelkaufmann/-frau
Haupttätigkeit:
Hotelkaufleute arbeiten in der Gästebetreuung von Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben. Ihre Haupt-Einsatzgebiete sind die Rezeption und das Hotel-Büro. Sie nehmen die Zimmer-Bestellungen (Reservierungen) entgegen, die über Telefon oder Computer bzw. über Internet (Zimmervermittlungsplattformen) einlangen und bearbeiten sie (Rückmeldung an die KundInnen, Eintrag in den Reservierungsplan). Hotelkaufleute begrüßen die einlangenden Gäste, erledigen die Anmeldeformalitäten und sorgen für den Gepäckstransport in die Zimmer. Weiters geben sie den Gästen die erforderlichen Informationen über das Hotel und den Aufenthaltsort (Kultur- und Freizeitangebote, Einkaufsmöglichkeiten, touristische Attraktionen, Verkehrsmittel usw.) und unterstützen sie beim Reservieren und Mieten von Fahrzeugen, bei der Beschaffung von Eintrittskarten, bei der Zusammenstellung von Besichtigungsprogrammen und Ausflügen usw. Wenn es Reklamationen oder Beschwerden gibt, versuchen sie diese Probleme im Sinne der KundInnen zu lösen. Wenn Gäste das Hotel verlassen, stellen die Hotelkaufleute mit Hilfe des betrieblichen Abrechnungssystems die Rechnungen aus und wickeln die Zahlungen ab (Barzahlung oder Zahlung mit Kredit-/Bankomatkarte).

 

HINWEIS: Der Lehrberuf „Hotelkaufmann/-frau“ (Lehrzeit 3 Jahre) wurde im Jahr 2015 als befristeter Ausbildungsversuch eingerichtet. Eine Lehre kann vorläufig bis zum 30. Juni 2020 begonnen werden. Eine alternative Ausbildungsmöglichkeit ist der Lehrberuf Hotel- und Gastgewerbekaufmann/-frau, der allerdings mehr in Richtung Organisation und Verwaltung des Hotelbetriebs geht (Warenbeschaffung bzw. Einkauf, Rechnungswesen usw.).

Beschäftigungsmöglichkeiten:
Hotelkaufleute werden in mittleren bis großen Hotels ausgebildet und beschäftigt. Solche Betriebe gibt es vor allem in den größeren Städten (Wien und Landeshauptstädte) sowie in den Tourismusregionen. Die Berufsaussichten sind gut, da die neu geschaffene Ausbildung den aktuellen Berufsanforderungen der Unternehmen entspricht und weil wegen der guten wirtschaftlichen Lage der österreichischen Tourismusbranche ein ständiger Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften im Hotelbereich besteht.

Einkommen:
Das durchschnittliche Einstiegsgehalt für LehrabsolventInnen in diesem Lehrberuf liegt zwischen 1.500,- und 1.700,- Euro brutto pro Monat. Dazu kommen die Trinkgelder, die in diesem Beruf einen gewissen Bestandteil des Einkommens ausmachen.

Arbeitsumfeld:
Abend- und Wochenenddienst; Arbeit unter Zeitdruck; ständiger Kontakt zu Kundinnen und Kunden; Saisonarbeit; häufiges Stehen.

Fachliche und persönliche Anforderungen:
Benötigte Fachqualifikationen sind beispielsweise betriebswirtschaftliche Anwendungssoftwarekenntnisse (z.B. branchenspezifische Unternehmenssoftware wie Amadeus, Fidelio, Gastronomiesoftware, IATA, Protel), Betriebswirtschaftskenntnisse, Büroarbeitskenntnisse (z.B. Sachbearbeitung, Auftragsabwicklung, administrative Tätigkeiten wie Ablage, Empfang, Office Management, Postverwaltung), E-Business-Kenntnisse (z.B. E-Tourism, E-Commerce-Software), EDV-Anwendungskenntnisse (Internet), Fremdsprachen-Kenntnisse (v.a. Englisch), Gästebetreuung und -animation (z.B. Auskunftsdienst, Freizeitberatung, Gästeempfang), Hotellerie- und Beherbergungskenntnisse, KundInnenbetreuungskenntnisse (z.B. Beschwerdemanagement), Rechnungswesenkenntnisse (z.B. Rechnungswesen, Rechnungslegung, Buchhaltung).

An überfachlichen Qualifikationen wird beispielsweise Freundlichkeit, gutes Auftreten (gepflegtes Äußeres, Höflichkeit), Kontaktfreude, Serviceorientierung, Teamfähigkeit erwartet.

Unser Tipp:

Dieser Beruf ist ein Lehrberuf; die Lehrausbildung erfolgt im Lehrbetrieb und in der Berufsschule. Die Lehrzeit beträgt 3 Jahre. Die Ausbildung kann auch im Lehrberuf Hotel- und Gastgewerbekaufmann/-frau absolviert werden, dieser geht aber mehr in Richtung Organisation und Verwaltung des Hotelbetriebs (Warenbeschaffung bzw. Einkauf, Rechnungswesen usw.).

Berufsschulen für diesen Lehrberuf gibt es in ganz Österreich: Niederösterreich (Waldegg an der Piesting), Oberösterreich (Altmünster), Salzburg (Obertrum am See), Tirol (Landeck), Vorarlberg (Lochau) und Wien (1120 Wien).

Als Alternative zum Lehrberuf kommen folgende Schulausbildungen (Fachschulen, Höhere Schulen) in Frage:

  • Hotelfachschulen
  • Schulen für wirtschaftliche Berufe
  • Schulen für Tourismus

Das aktuelle Lehrstellenangebot zum Lehrberuf „Hotelkaufmann/-frau“ ist im eJob-Room, der online-Stellenvermittlung des Arbeitsmarktservice, zu finden.

Du hast Lust auf diesen Beruf bekommen und möchtest einen Einblick in die Arbeit der Hotelkaufleute erhalten? Dann schau dir einmal dieses Berufsvideo an.

Hast du noch Fragen oder interessierst du dich für einen anderen Beruf?
Dann schau einfach in das AMS-Berufslexikon.

 

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