Home
Schule
Studium
Lehre
Berufsorientierungs-LehrerInnen
Beruf des Monats
Beruf des Monats
Februar: LehrerIn an berufsbildender Schule
Haupttätigkeit:
An berufsbildenden Schulen werden von LehrerInnen je nach Qualifikation allgemeinbildende und berufsbildende Fächer unterrichtet. Der Unterricht in den berufsbildenden Fächern erfolgt sowohl praktisch (z.B. in Werkstätten, Bauhöfen oder Restaurantküchen) als auch theoretisch. Neben der Vorbereitung und Abhaltung der Unterrichtseinheiten gehören auch Leistungsbeurteilung (z.B.Verbessern von Schularbeiten), Kontaktpflege zu den Eltern sowie administrative Aufgaben zum Tätigkeitsbereich der LehrerInnen.

Die LehrerInnen der berufsbildenden Fächer unterrichten speziell auf die spätere Berufspraxis hin orientierte Fächer (z.B. Maschinenbau, Elektrotechnik, Kindergartenpädagogik, Lebensmittelchemie, Haushaltsführung, Kaufmännisches Rechnen, Buchhaltung). Sie unterrichten diese Fächer entweder mit theoretischer oder mit praktisch-experimenteller Schwerpunktsetzung. Häufig sieht der Lehrplan Unterricht in Werkstätten, Übungseinrichtungen, Labors oder Unternehmen vor (z.B. Ferialpraxis). Zur Ergänzung des schulischen Unterrichts vermitteln LehrerInnen von berufsbildenden Schulen auch Praxiskontakte (z.B. Betriebsbesichtigungen, Fachexkursionen).

LehrerInnen an BMS (Berufsbildende Mittlere Schulen bzw. Fachschulen verschiedener Fachrichtungen) BHS (Berufsbildende Höhere Schulen) unterrichten SchülerInnen ab einem Alter von 14 bis etwa 19 Jahren (BHS). Zu den BHS zählen z.B. Handelsakademien, die Höheren Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe, die Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik, die Modeschulen sowie die Höheren Technischen Lehranstalten. Jede berufsbildende Schule vermittelt neben den allgemeinen Bildungsinhalten eine spezielle berufsorientierte Ausbildung in Theorie und Praxis. LehrerInnen der allgemein bildenden Fächer (z.B. Deutsch, Mathematik, Englisch, Geschichte) orientieren ihren Unterricht an der jeweiligen fachlichen Ausrichtung der Schule (z.B. technisches Englisch, englische Handelskorrespondenz).

Beschäftigungsmöglichkeiten:
Grundsätzlich darf man ab dem Bachelorabschluss schon unterrichten, wird aber vermutlich nur befristete Arbeitsverträge bekommen. Das Erreichen eines Masterabschlusses wird (voraussichtlich) künftig Voraussetzung für eine Fixanstellung sein, dieser kann allerdings auch berufsbegleitend während der Induktionsphase (Berufseinstiegsphase) absolviert werden.
Zu den BHS zählen z.B. Handelsakademien, die Höheren Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe, Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik, Modeschulen sowie die Höheren Technischen Lehranstalten. Je nach Gegenstand ist der Bedarf nach LehrerInnen im berufsbilden Schulwesen unterschiedlich, in manchen Fächern, besonders an BHS, herrscht sogar Mangel an Lehrkräften.
Die Arbeitsmarktsituation ist stark von politischen Entscheidungen im Bildungswesen abhängig. Neue Mittelschul-LehrerInnen sollen durch LehrerInnen aus dem AHS- bzw. BHS-Bereich unterstützt werden. Hierdurch kommt es zu einem erhöhten Bedarf an LeherInnen aus diesen Bereichen. Durch die Umwandlung der Hauptschulen in die Schulform Neue Mittelschule ergeben sich hier zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten.

Einkommen:
Durchschnittliches Einstiegsgehalt ab 2.280 bis 2.550 Euro brutto pro Monat

Arbeitsumfeld:
Hohe psychische Beanspruchung, Eigenverantwortung, Umgang mit Jugendlichen, Vortragstätigkeit

Fachliche und persönliche Anforderungen:
Gute Kenntnisse im Fachgebiet (theoretisch und praktisch) aber auch Allgemeinbildung, hohe praktische Fachkompetenz, vor allem bei LehrerInnen in fachpraktischen Fächern, hohe soziale Kompetenzen im Umgang mit Jugendlichen, Fähigkeit zur Wissensvermittlung, Konfliktlösungsfähigkeit, Geduld, Teamfähigkeit, didaktische und pädagogische Fähigkeiten, hohes Verantwortungsgefühl, psychische Stabilität, Fähigkeit zur Motivation anderer.

Unser Tipp:
Lehramtsstudien für die Sekundarstufe 2 (AHS und BHS) werden ab dem Wintersemester 2016/17 als Bachelorstudium (8 Semester) mit einem aufbauenden Masterstudium (4 Semester) konzipiert. Ausbildungsmöglichkeiten bieten beispielsweise:

  • Pädagogische Hochschulen (PH) mit Lehramtsstudien an BMS und BHS:
    • Lehramt für den Fachbereich Ernährung
    • Lehramt für Land- und Forstwirtschaftliche Schulen
    • (Studiengang Agrar- und Umweltpädagogik)
    • Lehramt für den Fachbereich Information und Kommunikation
    • Lehramt für den Fachbereich Mode und Design
    • Lehramt für den Technischen-gewerblichen Fachbereich
  • Universität mit Lehramtsstudien an BMS und BHS:
    • Biologie und Umweltkunde
    • Geografie und Wirtschaftskunde
    • Geschichte; Sozialkunde und Politische Bildung
    • Haushaltsökonomie und Ernährung
    • Informatik und Informatikmanagement
    • Psychologie und Philosophie; Religion
    • Deutsch, lebende und tote Fremdsprachen
    • Instrumentalmusikerziehung; Musikerziehung; Textiles Gestalten; Bewegung und Sport
    • Wirtschaftspädagogik

Die Pädagogischen Hochschulen in den einzelnen Bundesländern übernehmen für jene NeulehrerInnen, die an der Universität zwar das Fachwissen (z.B. in diversen technischen Fächern), jedoch keine Lehramtsprüfung erwerben, die pädagogische Ausbildung für die Lehramtsprüfung. Vor ihrer Ausbildung zum/zur LehrerIn haben LehrerInnen in berufsbildenden, insbesondere in fachpraktischen Fächern, meist eine Berufsausbildung (Lehre, berufsbildende Schule, Universität) abgeschlossen und oft jahrelang in dem Fachgebiet gearbeitet, das sie unterrichten.

Du hast Lust auf diesen Beruf bekommen und möchtest noch einen tieferen Einblick haben? Dann schau' dir mal dieses Berufsvideo an.

Hast du noch Fragen oder interessierst du dich für einen anderen Traumberuf?
Dann schau einfach mal ins AMS-Berufslexikon.

 

<< zurück  -   zur Auswahl   -  weiter >>
JOBfenster
Jobreporter/innen
Karrierekompass
Clevere Girls
Beruf des Monats