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Oktober 2015: Forschungs- und EntwicklungstechnikerIn
Haupttätigkeit:
IngenieurInnen und WissenschafterInnen, die in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen tätig sind, werden unter dem Sammelbegriff F&E-TechnikerInnen zusammengefasst. Aufgabenfelder sind im gesamten industriellen und naturwissenschaftlich-technischen Bereich zu finden, wobei die Tätigkeiten von Grundlagenforschung bis hin zu Verfahrensfragen gehen.
Personen, die in der Forschung tätig sind, beschäftigen sich im Allgemeinen mit wissenschaftlichen Grundlagen, die oft erst nach einiger Zeit eine Anwendung in Produkten finden. Vor allem wegen der hohen Kosten, die sich erst langfristig rechnen, ist der Forschungssektor in Österreich nur relativ klein. Die Mehrzahl der in Österreich tätigen F&E Abteilungen beschäftigt sich hauptsächlich mit Entwicklung und nur in geringem Maß mit Forschung. EntwicklungstechnikerInnen arbeiten an konkreten Produkten. Aufgaben sind neben der Entwicklung neuer Produkte vor allem Verbesserung, Optimierung, Leistungssteigerung, Kostensenkung, Verringerung des Schadstoffausstoßes und dergleichen. Forschungs- und Entwicklungsingenieure können alleine oder in Projektgruppen (zum Teil auch als SpezialistInnen aus verschiedenen Fachgebieten) arbeiten. Andere Bezeichnungen für diesen Beruf sind beispielsweise F&E-TechnikerIn, ForschungstechnikerIn, VersuchsingenieurIn oder VersuchstechnikerIn.

 

Beschäftigungsmöglichkeiten:
ForschungstechnikerInnen, EntwicklungstechnikerInnen sind bei allen größeren Unternehmen, insbesondere im industriellen Wirtschaftssektor beschäftigt. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen in Form beratender Tätigkeit, als Konsulentinnen/ Konsulenten, GutachterInnen u.ä.
Andere Arbeitsmöglichkeiten sind technische Prüfung und Kontrolle, die Mitarbeit in Ingenieurbüros, aber auch der Unterricht an technischen (Hoch )Schulen, die Mitarbeit in technischen Verlagen u.a.m.

Durch die immer noch zu geringen AbsolventInnenzahlen technischer Studienrichtungen, speziell z.B. im Maschinenbau oder in der sich dynamisch entwickelnden Werkstoff- und Verbundstofftechnik, kann die Arbeitskräftenachfrage nach hochqualifizierten Fachkräften nicht gedeckt werden. Vor allem die Arbeitsmarktaussichten für Universitäts- und Fachhochschul-AbsolventInnen werden daher voraussichtlich auch in den nächsten Jahren sehr gut sein, aber auch die Nachfrage nach AbsolventInnen von HTLs ist nach wie vor hoch. Mit einer weiteren Beschäftigungszunahme insbesondere in den Bereichen Maschinenbau, Informatik, Software Engineering, Elektrotechnik/Elektronik und Automatisierungstechnik ist zu rechnen.
Die steigende Bedeutung des Themas Klimaschutz und der Anforderungen an die Umweltfreundlichkeit von Produkten wird wahrscheinlich zu einer weiteren Intensivierung von Forschung, Entwicklung und Nutzung energieeffizienter Technologien und nachhaltiger Formen der Energieerzeugung führen. Das wirkt sich ebenfalls günstig auf die beruflichen Chancen in diesem Bereich aus.
 
Einkommen:
Ein durchschnittliches Einstiegsgehalt beträgt zwischen 2080 bis 2980 Euro brutto pro Monat. Je nach Ausbildungsniveau sind große Unterschiede beim Einstiegsgehalt möglich: Mittlere/Höhere Schulen von 2080 bis 2310 Euro; Uni/FH/PH von 2680 bis 2980 Euro.

Arbeitsumfeld:
Arbeit unter hohem Zeitdruck, Hohe Eigenverantwortung, MitarbeiterInnenführung

Fachliche und persönliche Anforderungen:
Neben technischen Fachkenntnissen z.B. in Maschinenbau, Elektronik- oder Elektrotechnik sowie Vertrautheit mit entsprechender Computer-Software (vor allem CAD) werden vor allem wissenschaftliches Fachwissen, analytisches Denkvermögen und die Fähigkeit, wissenschaftliche Arbeits- und Labormethoden anzuwenden, verlangt. Hohe Lernbereitschaft, gutes Englisch und Fähigkeit zur Zusammenarbeit sind ebenfalls wichtig.

Unser Tipp!

Ausbildungsmöglichkeiten gibt es beispielsweise hier:

  • Höhere Lehranstalten: z.B. Elektrotechnik, Maschineningenieurwesen, Chemieingenieurwesen und Wirtschaftsingenieurwesen
  • Fachhochschul-Studiengänge:  Technisch-naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Fachhochschul-Studiengänge, z.B. Automatisierungstechnik für Berufstätige, Fahrzeugtechnik mit Fokus Automotive Engineering/ Railway Engineering, Material- und Verarbeitungstechnik, Produktion und Management - PMT, Produkttechnologie/Wirtschaft, Technisches Projekt- und Prozessmanagement (Elektrotechnik/ Elektronik/ Telekommunikation), Verfahrens- und Umwelttechnik - Engineering and Environmental Management
  • Universitätsstudien: Technisch-naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Universitätsstudien, z.B. Maschinenbau, Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen - Bauwesen, Wirtschaftsingenieurwesen - Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen - Technische Chemie

Du hast Lust auf diesen Beruf bekommen und möchtest noch einen tieferen Einblick haben? Dann schau dir mal diese tollen Berufsvideos an:

Weitere Videos, speziell über Frauen im Bereich Forschung, Entwicklung und Technik, findest Du hier: FemTech
 
Hast du noch Fragen oder interessierst du dich für einen anderen Traumberuf?
Dann schau einfach mal ins AMS-Berufslexikon.

 

 

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