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September 2015: SonnenschutztechnikerIn
Unter „Sonnenschutz“ versteht man alle Vorrichtungen, die Menschen und Gebäude vor der direkten Sonnenbestrahlung schützen. Wer aber denkt, dass es sich hier um einfache Sonnenschirme, Rollos und Jalousien handelt, der irrt. Denn die moderne Sonnenschutztechnik hat einen enorm hohen technischen Stand erreicht und erfüllt bereits Funktionen, die längst weit über die ursprünglichen Aufgaben hinausgehen. Wir haben es heute mit multifunktionellen Sonnenschutzanlagen zu tun, die häufig schon elektronisch gesteuert sind und automatisch z.B. auf Bewölkung, Sonnenstand, Witterung/Temperatur usw. reagieren. Und diese Anlagen können längst mehr als nur die Sonneneinstrahlung abhalten: Neben der Regulierung des Raumklimas bieten sie auch einen guten Wind- und Wetterschutz für Gebäude und Fenster, spielen eine wichtige Rolle bei der Fassaden- und Raumgestaltung und dienen sogar zur Einbruchssicherung. Entsprechend hoch sind daher auch die Anforderungen an die Arbeitskräfte in diesem Bereich: SonnenschutztechnikerInnen benötigen gute Kenntnisse in Bauphysik, Architektur, Klima-, Licht- und Regelungstechnik, Elektronik und Gestaltung (Farbe, Mode, Design). Sie bearbeiten unterschiedliche Materialien wie Metalle, Kunststoffe und Textilien und müssen ihren KundInnen eine fundierte Beratung bieten.

 

Voraussetzungen und Anforderungen
Um diesen Beruf erlernen und ausüben zu können, sind einige Voraussetzungen zu erfüllen. Erforderlich sind vor allem folgende Eigenschaften:

Kräftiger Körperbau (Heben, Tragen und Einrichten schwerer Bestandteile von Sonnenschutzanlagen, vor allem in der Montage), physische Ausdauer (Arbeiten teilweise im Freien und auf Gerüsten bei Montagearbeiten), körperliche Wendigkeit (Arbeiten auf Gerüsten, Wartungs- und Reparaturarbeiten an schwer zugänglichen Stellen der Anlagen), Gleichgewichtsgefühl (Arbeiten auf Baustellen und auf Gerüsten bzw. an Hausfassaden), Handgeschicklichkeit (Montage-, Wartungs- und Reparaturarbeiten), Unempfindlichkeit der Haut (Kontakt mit Metallen, Schmiermitteln, Oberflächenbehandlungsmitteln, Mauerstaub usw.), räumliche Vorstellungsfähigkeit (Erstellen und Lesen von Konstruktions- und Montageplänen, Planen von Sonnenschutzanlagen), technisches Verständnis (Planen, Zusammenbauen, Montieren und Warten/Reparieren von Sonnenschutzanlagen und automatischen Steuerungen, Einstellen/Bedienen/Warten der Produktionsmaschinen), Fähigkeit zur Zusammenarbeit (Arbeiten im Team, z.B. mit Bauplanern, Bauleitern und anderen Handwerkern), logisch-analytisches Denken (Feststellen von Fehlern in Produktionsanlagen, Sonnenschutzanlagen und Steuerungselementen), Selbständigkeit (Projektplanung, Planen und Kalkulieren von Sonnenschutzanlagen, Arbeitsvorbereitung, Außendienst bei Montage- und Servicearbeiten).

Arbeitsumfeld
SonnenschutztechnikerInnen arbeiten meist auf Baustellen bzw. an Gebäuden und Fassaden, teilweise auch in den Produktionshallen der Fertigungsbetriebe für Sonnenschutzanlagen. Ihr Arbeitsumfeld ist daher meist geprägt durch Montageeinsätze (Auswärtsaufenthalte von mehreren Tagen oder länger), durch Außenarbeit (Witterungseinflüsse) und durch das Heben und Tragen von relativ schweren Lasten (bis 10 Kilo), teilweise auch durch Schmutz- und Staubbelastung auf den Baustellen.

Anfangseinkommen
Das durchschnittliche Einstiegsgehalt der AbsolventInnen des Lehrberufs SonnenschutztechnikerIn liegt zwischen 2000 und 2300 EURO brutto pro Monat.

Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten
Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für den Lehrberuf SonnenschutztechnikerIn gibt es vor allem in Gewerbe- und Industriebetrieben, die Sonnenschutzanlagen herstellen und montieren, z.B. Bauschlossereien oder Bauspenglereien.

Die Berufsaussichten für AbsolventInnen des Lehrberufs SonnenschutztechnikerIn sind derzeit recht gut, da die Sonnenschutz-Branche wächst und daher einen entsprechenden Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften aufweist.

Unser Tipp:

  • Die Ausbildung erfolgt in der Lehre im Lehrberuf „SonnenschutztechnikerIn“ mit einer Dauer von 3 Jahren. Eine Berufsschule für diesen Lehrberuf gibt es nur in Villach (Kärnten).
  • Als Alternative zum Lehrberuf kommen die berufsbildenden Schulen der Fachbereiche "Maschinenbau/Maschineningenieurwesen", "Elektrotechnik/Elektronik" oder auch "Bautechnik" in Frage. Hier handelt es sich um Fachschulen bzw. Höhere technische Lehranstalten.

Lehrstellenangebote zu diesem Lehrberuf gibt es im eJob-Room, der Stellenvermittlungsplattform des Arbeitsmarktservice (AMS) im Internet.

Einen guten Einblick in den Lehrberuf „SonnenschutztechnikerIn“ gibt dir das Berufsvideo „SonnenschutztechnikerIn“ .

Du hast Lust auf diesen oder einen anderen Beruf bekommen und möchtest noch mehr Informationen haben? Dann schau doch mal in unser großes AMS-Berufslexikon.

 

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