Home
Schule
Studium
Lehre
Berufsorientierungs-LehrerInnen
Beruf des Monats
Beruf des Monats
August 2015: Garten- und GrünflächengestalterIn
Haupttätigkeit:

Der Lehrberuf Garten- und GrünflächengestalterIn kann in den Ausbildungsschwerpunkten Greenkeeping sowie Landschaftsgärtnerei erlernt werden. Der Ausbildungsschwerpunkt "Greenkeeping" ist eine Spezialisierung auf Golfplatzbau und Golfplatzpflege; der Ausbildungsschwerpunkt "Landschaftsgärtnerei" umfasst den allgemeinen Garten- und Landschaftsbau auf öffentlichen und privaten Grünflächen (Parks, Spielplätze, Verkehrsflächen, Ziergärten).

Die Aufgaben der beiden Bereiche unterscheiden sich nicht allzu stark: Garten- und GrünflächengestalterInnen im Bereich "Greenkeeping" sind hauptsächlich mit der Planung, Gestaltung und Wartung von Golfplätzen befasst, dafür benötigen sie Kenntnisse des Golfspiels (Golfregeln, Richtlinien zum Bau von Golfplätzen), der Gräser und Pflanzen, die auf Golfplätzen verwendet werden, sowie der Auswirkungen von Platzbelastung und Spielbetrieb (im Zusammenhang mit Bodenzustand und Witterung). Wichtige Aufgaben in beiden Schwerpunkten sind die Pflege der Grünflächen (Mähen des Grases, Lockern und Düngen des Bodens, Schneiden der Hecken und Bäume, Gießen bzw. Bewässern usw.), die Maßnahmen zum Pflanzenschutz und zur Schädlingsbekämpfung und die Instandhaltung der Werkzeuge, Maschinen und Geräte.

Garten- und GrünflächengestalterInnen bauen, bepflanzen und pflegen Gärten, Grünflächen, Spiel- und Sportanlagen aller Art, begrünen Böschungen und Hänge und rekultivieren Flächen, die zerstört wurden. Häufig gemeinsam mit LandschaftsökologInnen versuchen sie Fehler, die im Umgang mit der Natur begangen wurden, wieder auszugleichen und neue Möglichkeiten des naturnahen Bauens und Gestaltens zu verwirklichen. Zu ihren Aufgaben gehört die Pflege bestehender Grünräume, aber auch die Renaturierung und das Anlegen neuer Biotope. Als SpezialistInnen für den Naturschutz legen sie also Lebensräume für wilde Pflanzen und Tiere (meist Teiche mit Wasserpflanzen) sowie künstliche Seen und Flusslandschaften an. Sie begrünen Müllkippen, Abraumhalden und Kiesgruben und rekultivieren Berghalden, indem sie unfruchtbar gewordenen Boden durch Spezialbehandlungen und Düngung wieder fruchtbar machen. Mit derartigen Maßnahmen sorgen so dafür, dass die Natur wieder ins Gleichgewicht kommt.

Beschäftigungsmöglichkeiten:

Garten- und GrünflächengestalterInnen mit Schwerpunkt "Landschaftsgärtnerei" arbeiten hauptsächlich in gewerblichen Klein- und Mittelbetrieben des Garten-, Landschafts-, und Sportplatzbaues sowie in Bundesgärten, Stadt- und Gemeindegärten. Vereinzelt werden Garten- und GrünflächengestalterInnen auch von größeren Unternehmen zur Pflege der Gartenanlagen von Bürogebäuden und zur gärtnerischen Gestaltung der Innenräume beschäftigt. Die Berufsaussichten sind gut, da mit einer steigenden Nachfrage nach ausgebildeten Fachkräften gerechnet wird. Die Nachfrage nach Garten- und GrünflächengestalterInnen unterliegt saisonbedingten Schwankungen, da in der wärmeren Jahreszeit (Frühling, Sommer, Herbst) die meiste Arbeit anfällt. Allerdings können oder müssen manche Arbeiten (z.B. Baumschnitt für diverse Baumarten, viele Baum- und Strauchpflanzungen) auch in der kälteren Jahreszeit (Spätherbst, Vorfrühling, zum Teil sogar im Winter) erledigt werden.

Einkommen:

Das durchschnittliche Gehalt für BerufseinsteigerInnen beträgt zwischen 1.580 und 1.760 Euro brutto pro Monat.

Arbeitsumfeld:
Außenarbeit, hohe Eigenverantwortung, ständiges Gehen und Stehen.

Fachliche und persönliche Anforderungen:
Neben guten Kenntnissen im Gartenbau, im architektonischen Entwurf (z.B. Pläne von Landschaftsarchitekten verstehen und umsetzen können, eigene Entwürfe zeichnen) und Raumplanung ist natürlich ästhetisches Gefühl gefragt. Darüberhinaus sind Kenntnisse in Betriebswirtschaft und Rechnungswesen, aber auch in Labormethoden (z.B. Analyse von Bodenproben) an fachlichem Wissen wichtig.

Im Bereich der persönliche Anforderungen sind unter anderem Handgeschicklichkeit (z.B. Auspflanzungsarbeiten), gutes Sehvermögen (z.B. Erkennen von krankhaften Veränderungen an Bäumen), Organisationstalent (z.B. Koordinieren der Arbeitsabläufe auf der Baustelle), Fähigkeit zur Zusammenarbeit (Arbeiten im Team), gestalterische Fähigkeit (Gestalten von Grünanlagen), generelle Lernfähigkeit (z.B. Aneignen und Anwenden neuer Erkenntnisse über Pflanzenkrankheiten, Schädlingsbekämpfungsmittel usw.) wichtig.

Unser Tipp:

  • Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten beispielsweise der Lehrberuf "Garten- und GrünflächengestalterIn", der in den zwei Ausbildungsschwerpunkten "Greenkeeping" und "Landschaftsgärtnerei" angeboten wird.
  • Landwirtschaftliche Fachschulen (zahlreiche gärtnerische und forstwirtschaftliche Fachrichtungen) kommen ebenso infrage.
  • Weitere Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten verschiedene Höhere Lehranstalten, wie:
    - die Höhere Lehranstalt für Garten- und Landschaftsgestaltung
    - die Höhere Lehranstalt für Gartenbau
    - die Höhere Lehranstalt für Forstwirtschaft
    - die Höhere Lehranstalt für Landwirtschaft (Ausbildungsschwerpunkt "Umwelttechnik")
  • Universität (mit Matura bzw. Studienberechtigungs- oder Berufsreifeprüfung) mit dem Universitätsstudium Landschaftsplanung und Landschaftsarchitektur (Universität für Bodenkultur)

Verwandte Berufe sind „BlumenbinderIn und -händlerIn (FloristIn)“, „Friedhofs- und ZiergärtnerIn“ und „Straßenerhaltungsfachmann/-frau“.

Du hast Lust auf diesen Beruf bekommen und möchtest noch einen tieferen Einblick haben? Dann schau dir mal dieses Video "Garten- und GrünflächengestalterIn (LandschaftsgärtnerIn)" an.

Hast du noch Fragen oder interessierst du dich für einen anderen Traumberuf?
Dann schau einfach mal in unser AMS-Berufslexikon.


 

<< zurück  -   zur Auswahl   -  weiter >>
JOBfenster
Jobreporter/innen
Karrierekompass
Clevere Girls
Beruf des Monats