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Beruf des Monats
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Juni 2015: BetreuerIn für Menschen mit Behinderung
Haupttätigkeit:
BetreuerInnen für Menschen mit Behinderung unterstützen ihre KlientInnen in ihrer alltäglichen Lebensführung. Sie fördern die Entwicklung persönlicher Kompetenzen, um eine möglichst große Selbstständigkeit der betreuten Personen zu erreichen, welche die soziale Integration der Menschen mit Behinderung ermöglichen soll. Des weiteren sind sie an der Konzeption von Förder- und Therapieprogrammen beteiligt. Sie arbeiten mit Menschen, die geistig, körperlich oder mehrfach behindert sind. Ihr Aufgabenbereich umfasst Maßnahmen der Anleitung, Anregung, Beratung, Assistenz, Förderung und erforderlichenfalls der Intervention für behinderte Menschen.

Beschäftigungsmöglichkeiten:
SozialbetreuerInnen mit den Ausbildungsschwerpunkten Behindertenarbeit und Behindertenbegleitung arbeiten in Einrichtungen und Diensten der Behindertenhilfe in den Bereichen Wohnen (Wohnheime,Wohngruppen, Wohngemeinschaften, teilbetreutes Wohnen, etc.), Arbeit und Beschäftigung (Tagesheime,Werkstätten, Basale Tagesgruppen, Arbeitsassistenz), Freizeit und Bildung, Erziehung und Förderung (Basale Förderklassen, Integrationsklassen) sowie bei ambulanter Beratung und Begleitung.

Fach-SozialbetreuerInnen und Diplom-SozialbetreuerInnen Behindertenarbeit oder Behindertenbegleitung arbeiten in Einrichtungen und Institutionen für geistig und mehrfach behinderte Menschen (z.B. Werkstätten, Tagesheime, Freizeiteinrichtungen, Wohnheime, Wohngruppen und Wohngemeinschaften). Weiters können sie in Beratungsstellen, in der Frühförderung behinderter Kinder oder in Sonder- und Integrationskindergärten tätig sein. Sie sind als qualifizierte Fachkräfte im Angestelltenverhältnis tätig und arbeiten sowohl Teilzeit als auch Vollzeit bei öffentlichen und privaten – oft kirchlichen – Trägern (z.B. Gemeinden, Caritas, Diakoniewerk, Lebenshilfe, Jugend am Werk).

Derzeit gibt es im Bereich der Behindertenbetreuung sehr gute Jobchancen, ausgebildete Fachkräfte sind gesucht.

Einkommen:
Zu Beginn ihrer Tätigkeit verdienen Fach-SozialbetreuerInnen und Diplom-SozialbetreuerInnen Behindertenarbeit oder Behindertenbegleitung bei einer Vollzeitstelle zwischen 1900 bis 2120 Euro brutto monatlich, abhängig vom Rechtsträger der Einrichtung.

Arbeitsumfeld:
Zum Arbeitsumfeld gehören hohe Eigenverantwortung, hohe psychische Beanspruchung, aber auch körperliche Belastungen, vor allem im laufenden Umgang mit Menschen mit schweren Behinderungen. An manchen Arbeitsstätten (z.B. Wohnheime,Wohngruppen, Wohngemeinschaften) gibt es Arbeitszeiten bzw. Diensteinteilungen, die auch Nacht- und Wochenenddienste umfassen.

Fachliche und persönliche Anforderungen:
Wichtig bei den fachlichen Qualifikationen und Kompetenzen in diesem Beruf sind vor allem Kenntnisse in der Sozialarbeit und -pädagogik in der Betreuung von Menschen mit Behinderung, Pädagogik (insbesondere Heilpädagogik), Psychologie, Ergotherapie, Erste Hilfe-, Physiotherapie- sowie Gesundheitsförderungskenntnisse (insbesondere das Erstellen von Bewegungsplänen) sowie die Betreuung pflegebedürftiger Menschen und Behindertentransport.

Persönliche Kompetenzen und Anforderungen:
Neben körperlicher Ausdauer, psychischer Belastbarkeit, Einfühlungsvermögen, Kontaktfähigkeit, Anpassungsfähigkeit, Organisationstalent, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und praktischen Fähigkeiten. sind unter anderem Frustrationstoleranz, Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit, soziales Engagement, Humor und Kreativität, aber auch pädagogisches Talent und Durchsetzungsvermögen, gefragt.

Unser Tipp:
Die Ausbildungen zu den Berufen „Fach-SozialbetreuerIn“ bzw. „Diplom-SozialbetreuerIn Behindertenarbeit“ und „Fach-SozialbetreuerIn“ bzw. „Diplom-SozialbetreuerIn Behindertenbegleitung“ sind gesetzlich geregelt und finden an Schulen für Sozialbetreuungsberufe entweder tagsüber (Vollzeitausbildung) oder berufsbegleitend statt.
Je nach Schule, gibt es u.U. verschiedene Mindestalter-Voraussetzungen für die Aufnahme.

Für die Berufsausübung ist das Mindestalter bei Fach-SozialbetreuerInnen 19 und bei Diplom-SozialbetreuerInnen 20 Jahre.

Die Ausbildung zur/zum „Fach-SozialbetreuerIn Behindertenarbeit” bzw. „Fach-SozialbetreuerIn Behindertenbegleitung” dauert zwei Ausbildungsjahre. Sie ist modular aufgebaut. Es besteht die Möglichkeit entweder einen entsprechenden Ausbildungslehrgang oder einzelne Module an Schulen für Sozialbetreuungsberufe zu absolvieren. Daran anschließend kann die Ausbildung zu den Berufen „Diplom-SozialbetreuerIn Behindertenarbeit“ bzw. „Diplom-SozialbetreuerIn Behindertenbegleitung” absolviert werden. Sie baut auf der Fachausbildung auf, dauert ein weiteres Ausbildungsjahr und ist ebenfalls modular aufgebaut. Die Ausbildungen im Bereich „Behindertenarbeit” beinhalten auch die „Pflegehilfe-Ausbildung” („PflegehelferIn”).

Ausbildungsmöglichkeiten bieten beispielsweise

  • Fachschulen (BMS), wie die Schule für Sozialbetreuungsberufe mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu Behindertenarbeit, Behindertenbegleitung bzw. Behindertenarbeit im ländlichen Raum (jeweils Fach-/Diplomniveau)

Weiterbildungsmöglichkeiten bieten beispielsweise:

  • Masterstudien und Hochschullehrgänge an Pädagogischen Hochschulen, Fachhochschul-Studiengänge: „Nonprofit-, Sozial- und Gesundheitsmanagement“, „Soziale Arbeit“, „Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit“
  • Universitätsstudien: Pädagogik, Schulische berufliche Weiterbildung: „Lehrgang für Leitungsfunktionen in der Sozialarbeit“
  • Spezielle Ausbildungslehrgänge, wie zum Beispiel:
    - Behindertenbetreuung und -pädagogik
    - Bildungsmanagement 
    - Pädagogik
    - Fachspezifische Universitätslehrgänge

Du hast Lust auf diesen Beruf bekommen und möchtest noch einen tieferen Einblick haben? Dann schau dir mal dieses Video zur Fach- und Diplom-SozialbetreuerIn für Behindertenarbeit an.

Wenn du 17 Jahre oder älter bist und praktisch testen willst, ob du für einen Sozialberuf (z.B. BetreuerIn für Menschen mit Behinderung) geeignet bist, kannst du ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ (Dauer 6 bis 12 Monate) absolvieren. Hier findest du ein Video über das freiwillige soziale Jahr.

Hast du noch Fragen oder interessierst du dich für einen anderen Traumberuf? Dann schau einfach mal in unser AMS-Berufslexikon.

 

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