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Mai 2015: BiowissenschafterIn
Haupttätigkeit:
BiowissenschafterInnen erforschen alle Lebewesen (Bakterien, Menschen, Pflanzen, Tiere), um aus den resultierenden Erkenntnissen praktische Nutzanwendungen zu entwickeln. Wichtige Bereiche sind hier z. B. Medizin, Landwirtschaft und Umwelt.

ZoologInnen z.B. untersuchen Tiere von niederen Tieren bis hin zu Säugetieren. BotanikerInnen beschäftigen sich mit der Pflanzenwelt. MolekularbiologInnen und MikrobiologInnen hingegen setzen sich auf kleinster Ebene (Zellen, Bakterien etc.) mit den Bausteinen und Grundprozessen des Lebens auseinander. MikrobiologInnen beschäftigen sich mit den Kleinstlebewesen (Mikroorganismen). MolekularbiologInnen arbeiten auf subzellulärer Ebene mit Biomolekülen als den Grundbausteinen des Lebens, also mit der DNA als Träger der menschlichen Erbinformation und mit Enzymen sowie Proteinen. Die Molekularbiologie ist an der Schnittstelle von Biologie und Chemie angesiedelt und bildet die Basis für zahlreiche Anwendungen etwa in der Biotechnologie, in der Genetik, Gentechnologie, in der Biochemie, der Biomedizinischen Analytik und der Klinischen Chemie. Insgesamt geht ein wichtiger Trend in Richtung Life Sciences (Biowissenschaften).

Beschäftigungsmöglichkeiten:
BiowissenschafterInnen bzw. BiologInnen sind v.a. in Lehre und Forschung tätig - an Universitäten, Weiterbildungseinrichtungen, im privatwirtschaftlichen Labor der Biomedizin oder der Pharma- oder Kosmetikindustrie. BiologInnen arbeiten zudem in der Natur wie zum Beispiel in Reservaten, Nationalparks und Tiergärten. Im öffentlichen Dienst sind BiologInnen an Museen, Bundes- und Landeseinrichtungen (z.B. Bundesanstalt für Pflanzenschutz, Forstwirtschaftliche Bundesanstalt u.Ä.) tätig. Weitere Möglichkeiten bieten u.a.: Umweltanalytik und Gefahrenbewertung, Biomonitoring, öffentliche und private Institutionen des Natur- und Landschaftsschutzes, Artenschutzprogramme der EU; Tier und Pflanzenkultur, Fischereiwirtschaft; die Pharma- und die Nahrungsmittelindustrie, Chemie; humanbiologische Untersuchungsstellen; der technische Umweltschutz (vor allem Entsorgung und Recycling); Biotechnologie-Industrien; bioinformatische und biostatistische Erhebungsstellen; Biomarketing. Für AbsolventInnen einer technischen, naturwissenschaftlichen, montanistischen oder einer Studienrichtung der Bodenkultur besteht darüber hinaus die Möglichkeit zur selbstständigen Tätigkeit als IngenieurkonsulentIn

Einkommen:
Durchschnittliches Einstiegsgehalt ab Euro 2730 bis 3040 brutto pro Monat.

Arbeitsumfeld:
Zum Teil Umgang mit Chemikalien und genaues Einhalten von Reinheits- oder Sicherheitsvorschriften in Labors, in manchen Bereichen regelmäßige Tätigkeit im Freien unter verschiedenen Witterungseinflüssen, Umgang mit Tieren und Pflanzen

Fachliche und persönliche Anforderungen:
Je nach Fachgebiet liegt das Schwergewicht auf unterschiedlichen fachlichen und persönlichen Anforderungen. Berufliche Basiskompetenzen sind z.B. Biomedizintechnik, Kenntnis wissenschaftlicher Arbeitsmethoden, Labormethoden-Kenntnisse und wissenschaftliches Fachwissen in den entsprechenden Naturwissenschaften.

Zu den fachlichen beruflichen Kompetenzen gehören z.B. biotechnologische Kenntnisse, Chemie-Kenntnisse (insbesondere organische Chemie, Biochemie), die Fähigkeit, wissenschaftliche Arbeitsmethoden anzuwenden, Projektmanagement im Wissenschafts- und Forschungsbereich, Recherche (Datenbankrecherchen), EDV-Auswertung von Versuchsabläufen und –ergebnissen, Verfassen wissenschaftlicher Texte, Labormethoden bzw. Labortechnik, molekularbiologische Arbeitsverfahren (u.a. molekulargenetische Analysen), Kenntnisse in medizinisch-analytischen Labormethoden und Biomedizintechnik. Je nach Fachgebiet, sind z.B. pharmazeutisches Wissen und Kenntnisse in Statistik, Umweltbiotechnologie, Veterinärmedizin, Wildtierbiologie, aber auch wissenschaftliches Fachwissen in Humanmedizin oder anderen Naturwissenschaften wichtig.

Überfachliche berufliche Kompetenzen sind etwa analytische Fähigkeiten, Kommunikationsstärke und Präsentationsfähigkeiten sowie generelle Lernbereitschaft.

Unser Tipp:
Ausbildungsmöglichkeiten bieten beispielsweise:

  • Fachhochschul-Studiengänge,
    wie Bio- und Umwelttechnik, Bioengineering bzw. nur berufsbegleitend: Biomedizinische Analytik, Biomedizinische Informatik, Biomedizinisches Ingenieurwesen/Biomedical Engineering, Biotechnische Verfahren, Medical and Pharmaceutical Biotechnology, Medizin- und Bioinformatik, Molekulare Biotechnologie, Technisches Umweltmanagement und Ökotoxikologie
  • Universitätsstudien,
    wie Bioinformatik, Biologie, Biomedizin und Biotechnologie, Biotechnologie und Bioprozesstechnik, Forst- und Holzwirtschaft, Horticultural Sciences, Industrieller Umweltschutz, Entsorgungstechnik und Recycling, Landwirtschaft, Lebensmittel- und Biotechnologie, Lehramtsstudium Biologie und Umweltkunde, Molekulare Biologie, Pferdewissenschaften, Pharmazie, Phytomedizin, Umweltsystemwissenschaften, Wildtierökologie und Wildtiermanagement
  • Spezielle Ausbildungslehrgänge,
    wie fachspezifische Tagungen und Kongresse und fachspezifische Universitätslehrgänge

Du hast Lust auf diesen Beruf bekommen und möchtest noch einen tieferen Einblick in Ausbildungsmöglichkeiten haben? Dann schau dir diese Berufsvideos an: Biolog(e)in, Biolog(e)in (Molekulare Biologie)

Hast du noch Fragen oder interessierst du dich für einen anderen Traumberuf? Dann schau einfach mal ins AMS-Berufslexikon.

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