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Beruf des Monats
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Berufsbeschreibung:
Damit wir uns in unseren Wohnungen wohlfühlen, müssen einige wichtige Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehört beispielsweise, dass wir es in der kalten Jahreszeit warm haben, dass wir immer mit frischem Wasser zum Kochen, Baden und Waschen versorgt sind oder dass die Toilettenanlage gut funktioniert. Und wenn einmal die Heizung ausfällt oder ein Abfluss verstopft ist oder gar eine Gasleitung undicht wird, dann benötigen wir ganz rasch Hilfe und sind heilfroh, dass es hier kompetente Fachleute gibt, die treffend als Installations- und GebäudetechnikerInnen bezeichnet werden. Ihre Aufgabe ist also vor allem die Installation und Reparatur der Leitungen und Geräte, die zur Versorgung von Gebäuden mit Wasser, Gas, Wärme und Frischluft sowie zur Ableitung von Schmutzwasser und verbrauchter Luft dienen.

 

In der Planungsphase einer Neuinstallation messen die Installations- und GebäudetechnikerInnen zunächst die Räume aus, fertigen Leitungs- und Montageskizzen an und übertragen die Maße auf das Mauerwerk; teilweise sind auch Stemmarbeiten erforderlich, falls die nötigen Mauerdurchbrüche und Verankerungen nicht schon von vornherein vorgesehen wurden. Dann müssen die Rohrleitungen vorbereitet werden, wobei verschiedene Metall- und Kunststoffbearbeitungstechniken wie z.B. Gewindeschneiden, Rohrbiegen und Schweißen zum Einsatz kommen, ebenso wie Techniken zum Rohrschutz und zur Rohrisolierung. Dann installieren die Installations- und GebäudetechnikerInnen die Rohrleitungen und die Geräte (Sanitäreinrichtungen, Heizgeräte, Lüftungsanlagen, Armaturen usw.), überprüfen die gesamten Anlagen mittels verschiedener Methoden (Messungen, Druckproben, Funktionsprüfungen) und verfassen technische Abschlussberichte über alle Arbeiten.

Der Beruf wird in 3 verschiedenen Spezialisierungs-Bereichen erlernt und ausgeübt:

  • Gas- und Sanitärtechnik (Gas- und Wasserversorgungsanlagen und Sanitäranlagen)
  • Heizungstechnik (Zentralheizungen, Speicherheizungen, Wärmepumpen)
  • Lüftungstechnik (Lüftungs- und Klimaanlagen).

Daneben gibt es in der Ausbildung noch die Möglichkeit, eine der folgenden 4 Zusatzausbildungen zu machen: Badgestaltung, Ökoenergietechnik, Steuer- und Regeltechnik, Haustechnikplanung.

Voraussetzungen und Anforderungen:
Um diesen Beruf erlernen und ausüben zu können, sind zahlreiche Voraussetzungen zu erfüllen. Erforderlich sind vor allem folgende Eigenschaften:

Kräftiger Körperbau (transportieren von Werkzeugen, Arbeitsmaterialien und Geräten, Montieren von Geräten), physische Ausdauer (Arbeiten auf Baustellen, montieren größerer Anlagen), körperliche Wendigkeit (Arbeiten an schwer zugänglichen Gebäudeteilen), Handgeschicklichkeit (Montagearbeiten, Dichten von Rohrverbindungen), Gleichgewichtsgefühl (Arbeiten auf Gerüsten und Leitern), Geruchs- und Geschmacksinn (Wahrnehmen von Gasgeruch), Unempfindlichkeit der Haut (Arbeiten mit Klebstoffen, Rostschutz- und Schmiermitteln), räumliche Vorstellungsfähigkeit (Arbeiten nach Montageplänen), technisches Verständnis (Prüfen und Reparieren der Anlagen, Einstellen der Verbrauchsgeräte), Organisationstalent (Planen und Koordinieren von Aufträgen), Kontaktfähigkeit (Beraten der Kunden), Fähigkeit zur Zusammenarbeit (Montagearbeiten im Team), logisch-analytisches Denken (Beurteilen von Fehlern, Beheben von Störungen), Reaktionsfähigkeit (Vermeiden von Unfällen), Selbstständigkeit (Überprüfungs- und Kontrollarbeiten), generelle Lernfähigkeit (neue Werkstoffe, Beraten der KundInnen über neue Entwicklungen).

Arbeitsumfeld:
Das Arbeitsumfeld der Installations- und GebäudetechnikerInnen ist geprägt durch Außenarbeit (Arbeiten auf Baustellen), Montage (längere Auswärtsaufenthalte bei Großprojekten), Nässebelastung (Wasserleitungen, Sanitärräume), Schmutzbelastung (Reparieren von Toiletten- und Sanitäranlagen), Schwerarbeit (Großbauprojekte), Staubbelastung (Mauerstaub, Metallstaub, Isoliermaterial).

Anfangseinkommen:
Das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt zwischen 1900 und 2100 Euro brutto pro Monat.

Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten:
Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Installations- und GebäudetechnikerInnen gibt es Klein- und Mittelbetrieben des Sanitär- und Heizungsinstallationsgewerbes und auch in den Gas- und Wasserversorgungsunternehmen der Gemeinden. Die Berufsaussichten für Installations- und GebäudetechnikerInnen sind gut (zahlreiche Aufträge im der Althaussanierung, Wunsch nach mehr Komfort bei der Ausstattung der Wohnungen). Die Beschäftigungsmöglichkeiten hängen allerdings auch von zusätzlichen Kenntnissen und Fertigkeiten ab (z.B. Zusatzprüfungen für besondere Schweißtechniken, Elektronikkenntnisse).

Unser Tipp für deine Ausbildung:

  • Die Ausbildung erfolgt in der Lehre im Modul-Lehrberuf „Installations- und Gebäudetechnik“. Diese Lehre dauert 3 Jahre und besteht aus einem Grundmodul und einem Hauptmodul („Gas- und Sanitärtechnik“ oder „Heizungstechnik“ oder „Lüftungstechnik“). Zusätzlich können entweder ein weiteres Hauptmodul (Dauer: 1 Jahr) oder eines von 4 Spezialmodulen (Dauer: 1 Jahr) absolviert werden, wodurch sich die Lehrzeit auf 4 Jahre verlängert.
  • Im Bereich der Gebäudetechnik gibt es auch einige schulische Ausbildungsmöglichkeiten: Werkmeisterschule für Berufstätige für Installations- und Gebäudetechnik (Voraussetzung ist die Lehrabschlussprüfung in der Installations- und Gebäudetechnik); Höhere Lehranstalt für Gebäudetechnik (gibt es auch für Berufstätige); Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen, Ausbildungsschwerpunkt Technische Gebäudeausrüstung und Energieplanung.

Einen guten Einblick in den Lehrberuf „Installations- und Gebäudetechnik“ gibt dir das Berufsvideo „Installations- und GebäudetechnikerIn“.

Du hast Lust auf diesen oder einen anderen Beruf bekommen und möchtest noch mehr Informationen haben? Dann schau doch mal ins AMS-Berufslexikon.


 


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