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Februar 2014: Pharmazeutisch-kaufmännischeR AssistentIn
Wer jemals krank war, weiß die Dienste und die fachkundige Beratung der Apotheken zu schätzen, die wohl für fast jedes Leiden ein Gegenmittelchen bereithalten. Da gibt es Pillen und Salben, heilkräftige Tees und Säfte, Zäpfchen, Tinkturen und Tropfen, Verbandmaterial, aber auch Dinge wie Fieberthermometer und Blutdruckmessgeräte und sogar Kosmetikartikel. Die Arbeit in einer Apotheke erfordert daher neben hohem Verantwortungsbewusstsein und Verständnis für die Probleme der KundInnen ein umfangreiches Wissen über Arzneimittel und ihre Wirkung. Aber wer in diesem Bereich der Gesundheitsversorgung arbeiten will, muss nicht gleich Pharmazie studieren, denn in einer Apotheke werden immer auch gut ausgebildete AssistentInnen zur Unterstützung der ApothekerInnen benötigt. Wenn dich das interessiert, dann schau‘ dir die folgenden Informationen zum Lehrberuf „Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz“ an.

 

Die Pharmazeutisch-kaufmännischen AssistentInnen (Abkürzung: "PKA") erledigen in den Apotheken vor allem kaufmännische und organisatorische Aufgaben. Sie betreuen das Warenlager der Apotheke, indem sie regelmäßig die Bestände überprüfen, fehlende Waren nachbestellen, die Lieferungen überwachen und die gelieferten Waren und Arzneimittel sachgemäß einlagern. Sie bearbeiten die Rechnungen und Lieferscheine und erledigen den Zahlungsverkehr. Zu Ihren Aufgaben gehören weiters die betriebliche Buchführung (Buchhaltung) und die Kostenrechnung der Apotheke und die Erstellung von Statistiken, Dateien und Karteien, wobei Textverarbeitungsprogramme und vor allem speziell für Apotheken entwickelte EDV-Programme verwendet werden. Die Pharmazeutisch-kaufmännischen AssistentInnen arbeiten aber auch im Verkauf mit, betreuen und beraten die KundInnen in Produktbereichen, die nicht apothekenpflichtig sind (z.B. Kosmetika, Verbandstoffe, Fieberthermometer), und unterstützen die ApothekerInnen beim Verkauf der apothekenpflichtigen Arzneimittel. Unter Aufsicht der ApothekerInnen helfen sie bei der Herstellung von Arzneimitteln mit (Zubereitung von Arzneipulvermischungen, Teemischungen, Salben, Zäpfchen, Tinkturen, Tropfen usw.) und sorgen für die sachgerechte Reinigung der verwendeten Gefäße und Werkzeuge. Und schließlich sind sie auch für die Gestaltung der Auslagen und anderer Werbemittel sowie für die Produktplatzierung im Verkaufsraum zuständig.


Voraussetzungen und Anforderungen
Um diesen anspruchsvollen Beruf erlernen und ausüben zu können, sind zahlreiche Voraussetzungen zu erfüllen. Erforderlich sind vor allem folgende Eigenschaften: Fingerfertigkeit (Bedienen der Computer-Tastatur z.B. beim Eingeben/Abrufen von Lagerbestand, Kundenkartei usw., Eintippen der Preise in die Kassa); Handgeschicklichkeit (Abwägen von Apotheker-Waren und Zutaten für Mischungen, Mischen der Zutaten für Kräutertees, Salben usw., Abfüllen oder Verpacken der Waren); Kontaktfähigkeit und gutes Sprechermögen (Betreuen und Beraten der Kunden); Lernfähigkeit (regelmäßiges Aneignen von Kenntnissen über neue Produkte sowie über gesetzliche Bestimmungen und Vorschriften); mathematisch-rechnerische Fähigkeit (Kassatätigkeiten, Berechnen des Mengenverhältnisses und Gewichts der Zutaten für Teemischungen, Salben usw.); Merkfähigkeit (Merken zahlreicher Arten von Apotheker-Waren, von Waren- und Markenbezeichnungen, Anwendungsmöglichkeiten und -vorschriften, Sicherheitsbestimmungen usw.); Sehvermögen (genaues Ablesen der Gewichtsanzeige bei Feinwaagen, Feststellen von Mängeln an Apotheker-Waren bei der Qualitätskontrolle).


Das Arbeitsumfeld der Pharmazeutisch-kaufmännischen AssistentInnen ist geprägt durch hohe Eigenverantwortung, ständigen KundInnenkontakt und teilweise auch durch den Umgang mit Chemikalien. Der Beruf erfordert es auch, häufig auf den Beinen zu sein, also viel zu Gehen und zu Stehen.


Das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt zwischen 1600 und 1700 EURO brutto pro Monat.


Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Pharmazeutisch-kaufmännische AssistentInnen gibt es in Apotheken oder Krankenhausapotheken. Stellenangebote gibt es teilweise auch im Drogerie-, Reformwaren- und Kosmetikhandel sowie in Betrieben des pharmazeutischen Großhandels. Die Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in diesem Beruf sind sehr stabil, da Apotheken kaum von größeren wirtschaftlichen Schwankungen betroffen sind. Jährlich werden in ganz Österreich rund 400 Lehrlinge aufgenommen.


Die Ausbildung erfolgt in einer Lehre im Lehrberuf „Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz“ (Dauer: 3 Jahre; verkürzte Lehrzeit von 2 Jahren für AbsolventInnen einer AHS/BHS oder einer mindestens 3-jährigen BMS). Der Unterricht erfolgt im Lehrbetrieb und in der Berufsschule.


Einen guten Einblick in den Lehrberuf „Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz“ gibt dir dieses Berufsvideo. Auch die Internetseite des Österreichischen Apothekerverbandes wartet mit Berufsinformationen zum Lehrberuf „PKA“ auf.

Du hast Lust auf diesen oder einen anderen Beruf bekommen und möchtest noch mehr Informationen haben? Dann schau doch mal ins AMS-Berufslexikon.


 

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