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Beruf des Monats
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Jänner 2014: FotografIn
Haupttätigkeit:
FotografInnen halten mit ihrer Kamera individuelle Eindrücke von Menschen, Landschaften, Ereignissen oder Objekten fest und bearbeiten die Bilder anschließend am Computer mit speziellen Bildbearbeitungsprogrammen (z. B. Photoshop Lightroom bzw. im Fotolabor). Sie fertigen Schwarzweiß- oder Farbfotografien, Vergrößerungen, Poster, Plakate, Fotobände und dergleichen an. Meist sind sie auf bestimmte Genres wie Porträt-, Landschafts-, Gebäude/Architektur-, Modefotografie oder Bildjournalismus spezialisert.

Weitere Tätigkeitsbereiche von FotografInnen sind die Werbefotografie, Fotoserien von öffentlichen und privaten Ereignissen sowie die Wissenschafts- und Industriefotografie. BerufsfotografInnen gestalten die Fotos, die sie entweder im Studio, in Räumen oder im Freien aufnehmen, durch Einsatz verschiedener Lichtverhältnisse und Beleuchtungen. Dabei verwenden sie unterschiedliche Kameratypen und Objektive. Die künstlerische Fotografie konzentriert sich auf individuelle Darstellungsformen und nutzt die Fotografie als Mittel des künstlerischen Ausdrucks.

Zu den Aufgaben von BerufsfotografInnen gehören unter anderem die elektronische Bildbearbeitung und Bildverarbeitung (Digitalfotografie), die Entwicklung fotografischer Filme (Analogfotografie) und die Anfertigung von Papierbildern mit dem Fotodrucker oder im Labor. Sie scannen mithilfe hochqualitativer Scanner vorhandene Bilder von KundInnen von Papier, Dia oder Negativ, um sie anschließend digital speichern und bearbeiten zu können. Die Auftragsarbeiten von FotografInnen weisen eine große Bandbreite auf und enthalten Produkte wie Multimedia-Shows, Prints, Vergrößerungen, Fotomontagen, Reportagen und Videofilme. Besonders wichtig in diesem Beruf ist auch die fachkundige Beratung und Betreuung der KundInnen.

Beschäftigungsmöglichkeiten:
Unselbständige Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen vor allem in Fotostudios. Sehr viele FotografInnen arbeiten jedoch freiberuflich für unterschiedliche AuftraggeberInnen wie Werbe- und PR-Agenturen, Unternehmen (z.B. Werbefotografie), Zeitungen und Zeitschriften (z.B. Fotoreportagen) oder Privatpersonen (z.B. Studioaufnahmen).
Eine Beschäftigung im Rahmen eines Angestelltenverhältnisses ist bei BerufsfotografInnen eher selten und kommt am ehesten bei Kleinbetrieben des Fotografengewerbes (Fotostudios) und bei Verlagen und Medien vor (Zeitungen/Zeitschriften, Buchverlage, Online-Fotodatenbanken). Die allgemeine Beschäftigungssituation in diesem Beruf wird sowohl im Gewerbe als auch im freiberuflichen Bereich als eher schwierig eingeschätzt, da der Markt weitgehend gesättigt und der Bedarf an zusätzlichen BerufsfotografInnen gering ist. In der Branche werden generell mehr Lehrlinge ausgebildet, als der Markt aufnehmen kann; derzeit sind fast drei Viertel der Lehrlinge Mädchen.
Da die Berufsfotografie in Österreich seit Kurzem ein gänzlich freies Gewerbe ist (es wird keine bestimmte Ausbildung vorausgesetzt.), bietet das mehr Möglichkeiten für talentierte „QuereinsteigerInnen“. Allerdings steigt dadurch auch die Konkurrenz im gewerblichen und freiberuflichen Bereich.

Einkommen:
Durchschnittliches Einstiegsgehalt ab Euro 1160 bis 1660 brutto pro Monat. Je nach Ausbildungsniveau sind große Unterschiede beim Einstiegsgehalt möglich: Lehre von EUR 1350 bis EUR 1500; Mittlere/Höhere Schulen von EUR 1490 bis EUR 1660; sonstige Ausbildung von EUR 1160 bis EUR 1290.

Arbeitsumfeld:
Als FotografIn arbeitest du sehr viel im Außendienst und hast sehr unregelmäßige Arbeitszeiten. Ständiger KundInnenkontakt ist eine Selbstverständlichkeit.

Fachliche und persönliche Anforderungen:
Fachliche Kenntnisse, z.B.: Fotografische Kenntnisse und branchenspezifische Produkt- und Materialkenntnisse (z.B. Kameras, Objektive, Blitz, Beleuchtung) sind natürlich besonders wichtig, daneben aber auch Drucktechnik-Kenntnisse (insbesondere Reprografie / Scannen) und Grafik-Kenntnisse (z.B. Bildbearbeitung, Grafik-Design bzw. Layout bei der Erstellung von Fotobüchern). EDV-Anwendungskenntnisse (wie etwa Software für Bildbearbeitung und Grafik, wie etwa Adobe Photoshop, Software für Web-Design und Multimedia-Präsentation) gehören ebenso zum „Werkzeug“ von FotografInnen wie das Internet (z.B. Fotodatenbanken, Präsentation bzw. Vermarktung der eigenen Produkte z.B. über Foto-Plattformen, Online-Medien und Soziale Netzwerke). Bedeutsam ist auch die KundInnenbetreuung in der Fachberatung, nicht zuletzt aber auch bei der Aufnahme von Porträtfotos. In der analogen Fotografie wiederum sind Labormethoden-Kenntnisse notwendig

Überfachliche Qualifikationen und persönliche Anforderungen:
Ästhetisches Gefühl (insbesondere: Farbgefühl, Form- und Raumgefühl), Beobachtungsgabe, Aufgeschlossenheit, Serviceorientierung, Lernbereitschaft (z.B. Neuerungen bei Kameras, Software und im Internet)

Unser Tipp:

Ausbildungsmöglichkeiten gibt es beispielsweise hier:

  • Lehre: z.B.  BerufsfotografIn
  • Fachschulen: z.B.:
    Fachschule für Medientechnik und Medienmanagement, Ausbildungsschwerpunkt Fotografie und audiovisuelle Medien
    Fachausbildung für Grafik-Design
  • Berufsbildende höhere Schulen: z.B.
    Höhere Lehranstalt für künstlerische Gestaltung, Ausbildungsschwerp. Visuelle Gestaltung
    Höhere Lehranstalt Kunst und Design (Audiovisuelles Mediendesign),
    Höhere Lehranstalt Kunst und Design (Grafik- und Kommunikations-Design),
    Höhere Lehranstalt Kunst und Design (Mediendesign)
  • Kolleg für Kunst und Design (Grafik- und Kommunikationsdesign),
    Kolleg/Aufbaulehrgang für Design (Grafik- und Kommunikations-Design)
    Kolleg für Berufstätige für Kunst und Design, Ausbildungsschwerpunkt FineArt Photography und MultimediaArt
    Kolleg für Berufstätige für Mediendesign, Ausbildungszweig Multimedia Arts
    Kolleg/Aufbaulehrgang für Medientechnik und Medienmanagement, Ausbildungszweig Fotografie und audiovisuelle Medien
  • Fachhochschul-Studiengänge: z.B.
    MultiMediaArt, Digitale Medien, Informationsdesign, Medientechnik und -design, Media and Interaction Design


Du hast Lust auf diesen Beruf bekommen und möchtest noch einen tieferen Einblick haben? Dann schau dir mal dieses Video an.

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Dann schau einfach mal ins Berufslexikon.

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