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Oktober 2013: ElektrotechnikerIn für Anlagen- und Betriebstechnik
Dieser Lehrberuf hat eine Reihe von Vorläuferberufen wie Betriebselektriker/in, Elektrobetriebstechniker/in, Elektroanlagentechniker/in oder Anlagenelektriker/in. Daran kann man erkennen, dass sich in diesem Beruf ständig einiges tut und die Ausbildung immer wieder modernisiert werden muss, um mit dem raschen technischen Fortschritt in der Anlagen- und Betriebstechnik Schritt zu halten.

 

Die Haupttätigkeiten der ElektrotechnikerInnen für Anlagen- und Betriebstechnik sind die Montage, Wartung und Reparatur aller Arten von elektrischen Maschinen, Geräte und Anlagen. Hier einige Beispiele: elektrisch betriebene Maschinen/Anlagen in Industrie- und Gewerbebetrieben (Produktionsanlagen, Transportanlagen, Krananlagen, Hebebühnen usw.), Kraftwerksanlagen, elektrische Verkehrsmittel (v.a. Eisenbahn, Straßenbahn, U Bahn), Aufzüge, Rolltreppen, Seilbahnen sowie zahlreiche Systeme der Gebäudetechnik (Klima- und Lüftungsanlagen, Starkstromanlagen, Kühlsysteme, Beleuchtungsanlagen usw. ElektrotechnikerInnen für Anlagen- und Betriebstechnik montieren alle erforderlichen Leitungen und Schaltkästen und schließen die Maschinen/Anlagen an das Stromnetz an. Sie wirken bei der Inbetriebnahme mit und sorgen für die laufende Instandhaltung und Wartung der Anlagen. Treten Fehler auf, dann suchen sie die Ursache der Störung und führen die nötigen Reparaturen durch. Ein wichtiger Aufgabenbereich ist auch die umfassende Betreuung von steuerungs- und regelungstechnischen Systemen; die wichtigsten Tätigkeiten hier sind: Installation, Inbetriebnahme, Prüfung, Instandhaltung, Wartung, Behebung von Fehlern und Störungen. Abschließend ist besonders darauf hinzuweisen, dass die ElektrotechnikerInnen für Anlagen- und Betriebstechnik bei allen Arbeiten zahlreiche einschlägige Sicherheitsvorschriften, Normen, Umwelt- und Qualitätsstandards berücksichtigen müssen.

Voraussetzungen und Anforderungen
Um diesen anspruchsvollen Beruf erlernen und ausüben zu können, sind zahlreiche Voraussetzungen zu erfüllen. Er erfordert vor allem großes technisches Interesse und Verständnis, die Fähigkeit zum Planen umfangreicher Arbeitsvorhaben, großes Verantwortungsgefühl und Verständnis für die Sicherheitsmaßnahmen im Zusammenhang mit allen elektrischen Vorrichtungen, die Fähigkeit zum Lesen und Anwenden technischer Zeichnungen, technischer Zusammenhangs-Darstellungen und Bedienungsanleitungen sowie die Fähigkeit, selber normgerechte technische Zeichnungen und Schaltpläne anzufertigen. Ganz wichtig ist höchste Genauigkeit und Konzentration bei allen Arbeiten. In diesem Beruf ist auch Teamarbeit ein wichtiges Thema, ebenso wie die Kommunikation mit Vorgesetzten, KundInnen und Lieferanten, wobei es vor allem auf die fachgerechte Ausdrucksweise ankommt.

Beschäftigungsmöglichkeiten für ElektrotechnikerInnen der Anlagen- und Betriebstechnik gibt es in den Betrieben des Elektrotechnik-Gewerbes und in der Elektroindustrie, bei den Herstellern elektrischer Maschinen/Anlagen, bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und anderen Verkehrsbetrieben, bei Elektrizitätswerken, in industriellen Mittel- und Großbetrieben der verschiedensten Branchen und in großen Dienstleistungsunternehmen wie Hotels oder Krankenhäuser (zur Betreuung der elektrischen Anlagen) und im öffentlichen Dienst (zur Betreuung der Systeme der elektrischen Gebäudetechnik in Großgebäuden und Betrieben).

Das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt zwischen 1800 und 2000 EURO brutto pro Monat. (Das durchschnittliche Einstiegsgehalt für AbsolventInnen einer Fachschule oder HTL für Elektrotechnik liegt zwischen 2000 und 2300 EURO brutto pro Monat.)

Das Arbeitsumfeld der ElektrotechnikerInnen für Anlagen- und Betriebstechnik ist teilweise durch eine Reihe von Gefahren und Belastungen geprägt, da häufig auf Baustellen bzw. Montage-Plätzen und teilweise auch auf Gerüsten und Leitern gearbeitet wird und gefährliche Werkzeuge und Maschinen verwendet werden (Messer, Zangen, Bohr- und Schneidemaschinen). Es besteht also eine erhöhte Verletzungsgefahr und natürlich die Gefahr durch den elektrischen Strom. Bei der Arbeit sind also immer eine Reihe von Sicherheits- und Schutzmaßnahmen zu beachten. Ein weiteres Merkmal des Berufs ist, dass teilweise Außendienst an verschiedenen Montageorten gemacht werden muss. Auch Außenarbeiten im Freien kommen immer wieder vor. Häufig müssen auch schwere Materialien, Werkzeuge, Geräte und Maschinen gehoben und getragen werden; und natürlich erfordert es der Beruf auch, ständige auf den Beinen zu sein, also viel zu Gehen und zu Stehen.


Unser Tipp:

Ausbildungsmöglichkeiten sind:

  • Lehre im Lehrberuf „Elektrotechnik - Hauptmodul Anlagen- und Betriebstechnik“ (Dauer: 3 ½ Jahre).
    Dieses Hauptmodul kann entweder mit dem Hauptmodul "Automatisierungs- und Prozessleittechnik" oder mit einem der folgenden Spezialmodule kombiniert werden, wobei sich die Lehrzeit um ein halbes Jahr verlängert (auf maximal 4 Jahre): Gebäudeleittechnik, Gebäudetechnik-Service, Erneuerbare Energien, Eisenbahnelektrotechnik, Eisenbahnsicherungstechnik, Eisenbahnfahrzeugtechnik, Eisenbahntransporttechnik, Eisenbahnfahrzeuginstandhaltungstechnik, Eisenbahnbetriebstechnik. ACHTUNG: Der Lehrberuf „Elektrotechnik“ hat noch 3 weitere Hauptmodule: Automatisierungs- und Prozessleittechnik, Elektro- und Gebäudetechnik, Energietechnik.
  • Berufsbildende Schulen:
    - Fachschule für Elektrotechnik 
    (Zweige: Anlagentechnik; Computertechnik und Automatisierungstechnik; Gebäude- und Sicherheitstechnik; Mechatronik)
    - Höhere Lehranstalt für Elektrotechnik 
    (Zweige: Energietechnik und industrielle Elektronik; Informationstechnik; Regelungstechnik; Automation und Antriebe; Automatisierung; Energie und Industrieelektronik; Energiesysteme; Erneuerbare Energien; Industrielle Informationstechnik; Nachhaltiges Energiemanagement)


Einen guten Einblick in den Beruf ElektrotechnikerIn für Anlagen- und Betriebstechnik gibt dir dieses Berufsvideo.

Du hast Lust auf diesen oder einen anderen Beruf bekommen und möchtest noch mehr Informationen haben? Dann schau doch mal ins AMS-Berufslexikon.

 

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