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Juli 2013: Koch/Köchin
Du stehst auf eine der ältesten Kulturtechniken des Menschen: das Kochen? Kochen ist ein Berufsfeld, in dem noch „Neuentdeckungen“ möglich sind, sodass viele auch von „Kochkunst“ sprechen. Aber wer es in dieser Kunst zur Meisterschaft bringen will, muss zuvor viel lernen, viel Erfahrung sammeln, sich ständig von den BerufskollegInnen etwas abschauen und sich regelmäßig über neue Entwicklungen in der Gastronomie informieren. Vielleicht schaffst du es zur Spitzenköchin/zum Spitzenkoch oder gar zu einem eigenen Restaurant – die Chancen dafür sind gegeben.

 

Hauptaufgaben:
Die zentrale Aufgabe der Köche und Köchinnen ist die Zubereitung von Speisen in Gastgewerbe- und Hotelbetrieben. Daneben erledigen sie aber auch alle dafür erforderlichen Verwaltungs- und Organisationsaufgaben und sonstige Vorarbeiten: Zusammenstellung der Speisekarte, Abschätzung des Tagesbedarfes an Speisen und Berechnung der benötigten Mengen an Zutaten, Einkauf und Nachbestellung der Lebensmittel, fachgerechte Lagerung der Lebensmittel, Durchführung von Hygienemaßnahmen und Maßnahmen zur Einhaltung der Lebensmittelgesetze.

Freilich unterscheiden sich die Tätigkeiten der KöchInnen je nach Art und Größe des jeweiligen Gaststätten-, Restaurant- oder Beherbergungsbetriebes. In Großküchen stellen sie Speisen in großen Mengen her, wobei sie meist vorgefertigte Bestandteile (z.B. fertige Beilagen wie Knödel, Saucen oder Salate) verwenden. In einem Restaurant bereiten sie Menüs und Speisen à la carte zu, also alles ganz frisch nach den eingehenden Bestellungen. KöchInnen spezialisieren sich häufig auf verschiedene Speisengruppen und tragen dann entsprechende Spezial-Berufsbezeichnungen, z.B. Suppen und Gemüse (Potager), Saucen (Saucier), Braten (Rotisseur), Kalte Küche (Gardemanger), Eier- und Teiggerichte (Entremetier), Fisch (Poissonier) und Süßspeisen (Patissier).


Beschäftigungsmöglichkeiten:
KöchInnen arbeiten meist in Klein-, Mittel- und Großbetrieben des Hotel- und Gastgewerbes, teilweise aber auch in Betriebsküchen, Kantinen oder beim Speisewagendienst der Österreichischen Bundesbahnen. Die meisten Gastgewerbebetriebe gibt es in den Fremdenverkehrsgebieten im Westen Österreichs und in den Landeshauptstädten (insbesondere Wien). Die Beschäftigungsmöglichkeiten in den Fremdenverkehrsregionen unterliegen erheblichen Saison-Schwankungen (Sommer, Winter), sodass hier nur ein Teil der KöchInnen ganzjährig beschäftigt werden kann.

Die Berufsaussichten der KöchInnen hängen stark von der Entwicklung des Fremdenverkehrs ab, der in Österreich aber sehr stabil ist und jährlich leichte Zuwächse verzeichnet. Die Aussichten für KöchInnen sind daher gut, vor allem für solche mit einer guten Ausbildung und mit Spezialkenntnissen (z.B. Vollwertkost). Die schwierigen Arbeitsbedingungen (z.B. Sonn- und Feiertagsarbeit, häufige Überstunden, unregelmäßige Arbeitszeiten) veranlassen viele KöchInnen zu einem Berufswechsel, sodass laufend eine Nachfrage nach Fachkräften vorhanden ist. Ein großer Teil der Gastgewerbelehrlinge erlernt den Koch-Beruf im Rahmen des 4-jährigen Lehrberufs „Gastronomiefachmann/-frau“ (entspricht der früheren Doppellehre Koch/Köchin und Restaurantfachmann/-frau).


Durchschnittliches Einstiegsgehalt:
Zwischen 1400,-- und 1600,-- Euro brutto pro Monat. Je nach Ausbildungsniveau sind aber Unterschiede beim Einstiegsgehalt möglich: Lehre: 1400,-- bis 1550,-- Euro; Mittlere/Höhere Schulen: 1450,-- bis 1600,-- Euro.


Arbeitsumfeld:
KöchInnen müssen in ihrem Beruf mit folgenden Belastungen rechnen: hoher Zeitdruck, Hitzebelastung, Saisonarbeit, unregelmäßige Arbeitszeiten, ständiges Stehen.


Voraussetzungen und Anforderungen:
Um diesen anspruchsvollen Beruf erlernen und ausüben zu können, sind zahlreiche Voraussetzungen zu erfüllen!
Hier einige Beispiele: Handgeschicklichkeit (Zerlegen von Fleisch, Zerkleinern von Gemüse), Fingerfertigkeit (Zerhacken und Zerkleinern von Zutaten, z.B. Zwiebelschneiden), Auge-Hand-Koordination (Schneiden von Gemüse und Fleisch), Geruchs- und Geschmackssinn (Würzen und Abschmecken der Speisen), Organisationstalent (gleichzeitige Zubereitung verschiedener Speisen, Arbeitseinteilung des Personals), Fähigkeit zur Zusammenarbeit (mit Kollegen und Küchenhilfen), gestalterische Fähigkeit (Anrichten und Garnieren der Gerichte), Merkfähigkeit (Behalten von Rezepten), Selbständigkeit (Menüerstellung, Leitung der Küche), Reinlichkeit.


Unser Tipp:

Ausbildungsmöglichkeiten sind:

  • Lehre im Lehrberuf „Koch/Köchin“ (Dauer: 3 Jahre)
  • Lehre im Lehrberuf „Gastronomiefachmann/-frau“ (Dauer: 3 ½ Jahre)
  • Berufsbildende mittlere und höhere Schulen:
    o Gastgewerbefachschule
    o Hotelfachschule
    o Interkulturelle Hotelfachschule (Zweite lebende Fremdsprache)
    o Skihotelfachschule (Alpiner Leistungssport)
    o Tourismusfachschule Fachschule für Elektronik
    o Fachschule für wirtschaftliche Berufe (zahlreiche Ausbildungsschwerpunkte im Ernährungsbereich)

Einen guten Einblick in den Beruf Koch/Köchin gibt dir dieses Berufsvideo.

Du hast Lust auf diesen oder einen ähnlichen Beruf bekommen und möchtest noch mehr Informationen haben? Dann schau doch mal ins AMS Berufslexikon.

Das Lehrstellenangebot für den Lehrberuf „Koch/Köchin“ kann im eJob-Room, der online-Stellenvermittlung des Arbeitsmarktservice (AMS), abgerufen werden. Hier geht's zu den Koch/Köchin-Lehrstellen.

 

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