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Mai 2013: Immobilienkauffrau/-mann
Du stehst voll auf Immobilien und bist obendrein ein Verkaufstalent? Selbstständiges Arbeiten und gutes Auftreten sind deine Markenzeichen? Deine Sprachfertigkeit lässt sogar deine LehrerInnen vor Neid erblassen? Das klingt nach Traumberuf Immobilienkauffrau/-mann.

Haupttätigkeit:
Immobilienkaufleute vermitteln oder verwalten Immobilienobjekte. Das sind beispielsweise Wohnungen, Einfamilien- oder Zinshäuser, Grundstücke, Büros, Geschäftslokale, Hotel- oder Betriebsgebäude.  Diese können vermietet, verpachtet oder verkauft werden. Weil Immobilienkaufleute sehr engen Kontakt mit Kundinnen und Kunden haben, spielt neben der Beratung auch die Vertrauenswürdigkeit eine große Rolle. Bei all ihren Tätigkeiten müssen Immobilienkaufleute darauf achten, den Datenschutz und die Sicherheit der ihnen anvertrauten Daten zu wahren. Sie betreuen ihre KundInnen mit Unterstützung von Kundenkarteien. Dabei nutzen sie computergestützte Informations- und Kommunikationssysteme. Immer mehr nutzen sie auch die Möglichkeiten des Internet, unter anderem um Inserate über zur Vermietung oder zum Verkauf stehende Immobilien in Online-Immobilienbörsen, Online-Ausgaben von Zeitungen oder Magazinen zu platzieren. Auch Online-Werbemaßnahmen werden immer wichtiger. Immobilienkaufleute erledigen den Telefon-, E-Mail- und Postverkehr, bearbeiten Anfragen und Aufträge und vereinbaren Geschäftsbedingungen.

Immobilienkaufleute sind in den Bereichen Büro, Verwaltung und Beratung tätig bzw. arbeiten im kaufmännischen Bereich der Immobilienwirtschaft. Nach innerbetrieblichen Vorgaben verwalten sie Immobilien und sorgen für deren Bestandspflege. Sie führen die Grundstücks-, Gebäude-, Wohnungs-, Miet- und Pachtakten. Außerdem bereiten sie Analysen und Bewertungen von Immobilienobjekten vor und erstellen Verwertungskonzepte. Das bedeutet, dass die Immobilienkaufleute entscheiden, in welcher Weise Immobilienobjekte am besten genutzt werden. Sie bewerten die Immobilien nach deren Lage, Art, Beschaffenheit, Nutzungsmöglichkeiten und Ertrag. Danach erstellen sie die Immobilien-Annoncen. Manchmal müssen sie auch Sanierungsmaßnahmen veranlassen, wobei sie Reparaturmeldungen veranlassen und Instandhaltungsaufträge vergeben.

Schließlich gehört es zu ihren Aufgaben, Vertragsabschlüsse vorzubereiten und bei der Abwicklung des Kaufs mitzuwirken. Dabei müssen die Immobilienkaufleute die Erstellung von Finanzierungskonzepten vorbereiten, die Versicherungs-, Bank- und Behördenangelegenheiten erledigen, die anfallenden Arbeiten im Zahlungsverkehr durchführen, also Buchführung, Kostenrechnung und Lohnverrechnung beherrschen. Immobilienkaufleute verfügen über Kenntnisse der rechtlichen Grundlagen von Kauf-, Verkauf-, Miet- und Pachtverträgen und die Maklervertragsbedingungen.

Beschäftigungsmöglichkeiten:
Als Ausbildungs- und Beschäftigungsbetriebe für Immobilienkaufleute kommen vor allem Immobilienverwaltungsfirmen bzw. Immobilientreuhänder in Frage, eventuell auch Großfirmen des Geld-, Kredit- und Versicherungswesens (Banken, Versicherungen), Bauträger und anderer Wirtschaftsbereiche, die im Immobiliengeschäft tätig sind oder entsprechende Abteilungen aufweisen. Die Berufs- und Beschäftigungsaussichten der Immobilienkaufleute sind derzeit gut, da am Markt eine große Nachfrage nach einschlägig ausgebildeten Fachkräften besteht.

Einkommen:
Das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt ab Euro 1110 bis 1910 brutto pro Monat. Je nach Ausbildungsniveau sind große Unterschiede beim Einstiegsgehalt möglich: Lehre von EUR 1110 bis EUR 1240; Mittlere/Höhere Schulen von EUR 1380 bis EUR 1530; Uni/FH/PH von EUR 1720 bis EUR 1910; sonstige Ausbildung von EUR 1250 bis EUR 1380. Im Berufsfeld gewinnen leistungsorientierte Vergütungen an Bedeutung. Das angegebene Einstiegseinkommen stellt daher lediglich einen Näherungswert dar.

Arbeitsumfeld:
Es erwartet dich eine hohe Eigenverantwortung, ständiger Kontakt mit KundInnen und auch Außendienst.

Fachliche und persönliche Anforderungen:
Besonders wichtig sind immobilienspezifische Rechtskenntnisse (z.B. Heizkostenabrechnungsgesetz, Maklergesetz, Mietrechtsgesetz, Wohnungseigentumsgesetz). Dazu kommen Kenntnisse in Immobilienverkauf, Mietenvorschreibung und Objektbuchhaltung. Auch deine Kompetenz im Rechnungswesen (Buchhaltung und Zahlungsverkehr) kannst du in diesem Beruf gut einbringen. Investmentbanking-Kenntnisse werden vor allem beim Management großer Immobilien bzw. Fonds vorausgesetzt. KundInnenbetreuung spielt im Immobilienmanagement in der Objektbetreuung eine große Rolle, ebenso Management-Kenntnisse wie operative Unternehmensführung und Risk-Management. Wichtig sind ebenso allgemeine Büroarbeitskenntnisse sowie das Wissen rund um Sachbearbeitung (Auftragsabwicklung). Kenntnisse in EDV-Anwendungen sowie der Finanzierungsberatung und im Gebäudemanagement (z.B. Grundbuchrecherche und Immobilienankauf) sind von Vorteil.

Persönliche Anforderungen:
Typische überfachliche Anforderungen in diesem Beruf sind deine kommunikativen Fähigkeiten, dein Verkaufstalent sowie Einsatzbereitschaft und Kontaktfähigkeit. Dazu kommen mündliche Sprachfertigkeit (Erteilen von Aufträgen für Reparaturen, Klären von Beschwerden, Aushandeln von Vertragsbedingungen) und schriftliche Sprachfertigkeit (Führen des Schriftverkehrs), mathematisch-rechnerische Fähigkeiten (Berechnen der Miete, Führen der Buchhaltung), Organisationstalent (Verwalten verschiedener Mietobjekte, Vereinbaren von Terminen, Koordinieren von Hausbesichtigungen), logisch analytisches Denken (Kalkulieren von Kosten, Abschließen von Mietverträgen), Merkfähigkeit (Beachten von gesetzlichen Vorschriften, Vergleichen von Preisen beim Kauf von Waren und Dienstleistungen), Selbstständigkeit (Vergeben von Aufträgen für Reparaturen, Betreuen von Häusern und Mietobjekten), generelle Lernfähigkeit (Beachten neuer rechtlicher Bestimmungen) und psychische Belastbarkeit (Ausgleichen bei etwaigen Interessenskonflikten zwischen MieterInnen bzw. EigentümerInnen).

Unser Tipp:
Ausbildungsmöglichkeiten findest du hier:

  • Lehre: Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau, Bürokaufmann/Bürokauffrau
  • Fachschulen für kaufmännische bzw. wirtschaftliche Berufe (Büro- und Datenverarbeitungsschule, Handelsschule (HAS), ein- oder zweijährige Wirtschaftsfachschule etc.)
  • Berufsbildende höhere Schulen: Handelsakademie (HAK), HLA wirtschaftliche Berufe
  • Fachhochschul-Studiengänge: z.B. Facility Management und Immobilienwirtschaft, Facility- und Immobilienmanagement, Immobilienwirtschaft
  • Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es zum Beispiel hier: Aufbaulehrgang an Handelsakademien (HAK) oder für wirtschaftliche Berufe, Aus- und Weiterbildungen in Betriebswirtschaft oder Immobilienbereich (z.B. WIFI, bfi, diverse Anbieter)

Du hast Lust auf diesen Beruf bekommen und möchtest noch einen tieferen Einblick haben? Dann schau dir mal dieses Video an.

Hast du noch Fragen oder interessierst du dich für einen anderen Traumberuf?
Dann schau einfach mal ins Berufslexikon.

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