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April 2013: LandmaschinentechnikerIn
Deine besondere handwerkliche Geschicklichkeit, Genauigkeit und Zuverlässigkeit zeichnen dich aus? Fahrzeuge, Geräte und Maschinen werden von dir am besten in Schuss gebracht? Sogar Wind und Wetter halten dich nicht von deiner Arbeit ab? Das klingt nach Traumberuf LandmaschinentechnikerIn.

Haupttätigkeit:
LandmaschinentechnikerInnen reparieren und warten alle Arten von Fahrzeugen, Maschinen, Geräten und Anlagen, die in Landwirtschaft (Ackerbau, Viehzucht), Forstwirtschaft, Gartenwirtschaft und Kommunalwirtschaft (z.B. Landschaftspflege) verwendet werden (Traktoren, Pflüge, Sämaschinen, Gemüseanbaumaschinen, Erntemaschinen, Mähmaschinen usw.). LandmaschinentechnikerInnen müssen Reparaturen nicht nur im Betrieb, sondern oftmals auch vor Ort, also auf dem Feld bei jeder Witterung durchführen. Die Ausbildung umfasst neuerdings auch Baumaschinen, wie beispielsweise Bagger. Ein wichtiger Bereich ist weiters die Betreuung der sogenannten Hof- und Innenmechanisierung, also aller automatischen Anlagen in den landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäuden. Dazu gehören beispielsweise Fütterungs- und Entmistungsanlagen in den Stallungen oder Transporteinrichtungen, wie Förderbänder oder Hebevorrichtungen. Teilweise arbeiten LandmaschinentechnikerInnen auch in der Herstellung dieser Maschinen, Geräte und Anlagen in Industriebetrieben mit.

LandmaschinentechnikerIn ist ein sehr moderner Beruf. Jede neue Technologie wird umgesetzt und in diesem Beruf mit eingebaut. So wird z.B. in der Landtechnik das GPS-System bereits seit vielen Jahren für verschiedene Aufgaben angewandt. In Gewerbebetrieben beschränkt sich der Aufgabenbereich der LandmaschinentechnikerInnen in der Regel auf Wartungs- und Reparaturarbeiten. Sie kontrollieren die Fahrzeuge, Maschinen und Geräte auf ihre Funktionstüchtigkeit, stellen Fehler und Mängel fest und reparieren fehlerhafte Bauelemente. Falls notwendig, stellen sie Ersatzteile und Spezialzubehör selbst her. Dabei kommen teilweise auch computergesteuerte Werkzeugmaschinen zum Einsatz. Die Modulbauweise ermöglicht jedoch vielfach den Ersatz ganzer Bauteile, sodass Reparaturen seltener durchgeführt werden müssen. Die wichtigsten Wartungs- und Reparaturbereiche sind die Motoren, die Elektrik und Elektronik, die Hydraulik und Pneumatik (Steuerung durch Kraftübertragung mit Flüssigkeits- oder Luftdruck) sowie die Brems- und Lenkeinrichtungen.

Beschäftigungsmöglichkeiten:
LandmaschinentechnikerInnen arbeiten vorwiegend in kleinen und mittleren gewerblichen Landmaschinenreparatur- und -wartungsbetrieben. Oft ist an diese Betriebe ein Landmaschinenhandel angeschlossen. Einige LandmaschinentechnikerInnen sind in industriellen Mittel- und Großbetrieben beschäftigt, die land- und forstwirtschaftliche Geräte und Maschinen herstellen. Der Großteil der Beschäftigungsbetriebe befindet sich in ländlichen Gebieten, da für die Berufsausübung die Nähe zu landwirtschaftlichen Betrieben entscheidend ist.

Einkommen:
Das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt ab Euro 1.720 bis 2.300 brutto pro Monat. Je nach Ausbildungsniveau sind große Unterschiede beim Einstiegsgehalt möglich: Lehre von EUR 1720 bis EUR 1910; Mittlere/Höhere Schulen von EUR 2070 bis EUR 2300.

Arbeitsumfeld:
LandmaschinentechnikerInnen müssen zum Teil schwer heben, bei ihrer Arbeit oft stehen sowie mit Staub und Schmutz rechnen.

Fachliche Anforderungen:
Neben der Bedienung von Maschinen und Anlagen solltest du auch Werkstoffbe- und –verarbeitungskenntnisse, insbesondere aus der Metallbearbeitung mitbringen. Kenntnisse im Bereich Elektromechanik, Elektronik- und Elektrotechnik, Fahrzeugbau, Maschinenbau und Kfz-Mechanik sind von Vorteil. Auch Montage-, Wartung- und Reparaturkenntnisse von Maschinen und Anlagen ist notwendig. Du brauchst überdies den Führerschein F (Traktoren, Mähdrescher etc.).

Persönliche Anforderungen:
Du benötigst zur Ausübung dieses Jobs besonders gute handwerkliche Geschicklichkeit. Auch deine Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit und Genauigkeit sind sehr gefragt.

Unser Tipp:
Ausbildungsmöglichkeiten bieten zum Beispiel:

  • Lehre: LandmaschinentechnikerIn
  • Fachschulen: z.B.: Fachschule für Maschinenbau, Ausbildungszweig "Kraftfahrzeugbau"
  • Berufsbildende höhere Schulen: z.B. Höhere Lehranstalt für Maschineningenieurwesen (Ausbildungsschwerpunkte "Fahrzeugtechnik" oder "Fahrzeugtechnik/Angewandte Mechatronik")
  • Höhere Lehranstalt für Landtechnik

Du hast Lust auf diesen Beruf bekommen und möchtest noch einen tieferen Einblick haben? Dann schau dir mal dieses Video an.

Hast du noch Fragen oder interessierst du dich für einen anderen Traumberuf? Dann schau einfach ins Berufslexikon.

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